Deckzentrum in einem Sauenstall
Anne-Maria Revermann | am

Umbau Sauenställe: Grüne kritisieren zu knappe Fristen

Die Grünen im Niedersächsischen Landtag kritisieren zu knappe Fristen beim Förderprogramm des Bundes zum Umbau von Sauenställen.

Im Sommer hatte der Bundesrat beschlossen, dass Kastenstände für Sauen im Deckstall nach einer Übergangszeit von acht Jahren nicht mehr zulässig sind. Dafür hatte Bundeslandwirtschaftsministerin, Julia Klöckner, 300 Millionen Euro an Förderung für den Umbau zur Verfügung gestellt.

Nicht nur Sauenhalter selbst, sondern auch die Grünen im Niedersächsischen Landtag bemängeln nun die zu knappen Fristen bei diesem Förderprogramm. Die Frist zur Teilnahme läuft bis Mitte März 2021, der Umbau im Stall muss bis Ende 2021 abgeschlossen sein, um mit 40 Prozent der Gesamtkosten gefördert werden zu können.

Sauenhalter in den Ruin getrieben

"Man gewinnt den Eindruck, dass das Umbauprogramm extra so gestrickt wurde, dass ein Abrufen der Fördermittel kaum möglich ist", sagte die agrarpolitische Sprecherin der Grünen, Miriam Staudte, der NOZ. Dadurch würden viele Sauenhalter in den Ruin getrieben. Staudte appellierte daher an Niedersachsens Landwirtschaftsministerin, Barbara Otte-Kinast, beim Bund für eine Fristverlängerung zu werben.

Reichen die Fördermittel aus?

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte in seiner Antwort an die Landtagsfraktion der Grünen eingeräumt, dass die Umbauten und die Abrechnung nicht in dem vom Bundesprogramm genannten Zeitraum umgesetzt werden können.

Erschwerend kommt hinzu, dass die vom Bund bereitgestellten 300 Millionen Euro allein für Niedersachsen fällig werden, wenn alle Sauenhalter des Landes Anträge stellen würden.

Mit Material von NOZ, dpa

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