Wolf
Maren Diersing-Espenhorst | am

Umweltministerium entlässt Wolfsberater

Zwei Wolfsberater wurden entlassen, bestätigte das Niedersächsische Umweltministerium auf Anfrage der LAND & FORST. Ihnen wird "keine neutrale Positionierung" vorgeworfen.

Einer der entlassenen Wolfsberater war in der kreisfreien Stadt Wolfsburg tätig. Der andere Wolfsberater war für die Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg zuständig.

„Die Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeit als Wolfsberater/in ist eine besonders wichtige Aufgabe für das Land und erfordert die Einhaltung bestimmter Grundsätze, um eine gute Zusammenarbeit zwischen Wolfsberatern, Nutztierhalterinnen und dem Umweltministerium zu gewährleisten“, heißt es in der Stellungnahme des Niedersächsischen Umweltministeriums gegenüber der LAND & FORST.
 

Keine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich

Insbesondere eine neutrale Positionierung zum Thema Wolf gegenüber Nutztierhaltern und in der Presse sei Bestandteil dieser Grundsätze. Genauso wie eine neutrale Kommunikation zu Entscheidungen des Ministers und des Umweltministeriums, für welches sie im Ehrenamt tätig sind.

„Problematisch sind Aussagen, die diesen Grundsätzen entgegenstehen insbesondere dann, wenn sie den Rahmen der persönlichen Meinung überschreiten und als Pressemitteilungen zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen. Diese stellen keine neutrale Positionierung dar und sind daher nicht mit den Grundsätzen für das Verhalten von Wolfsberatern zu vereinbaren und es besteht keine Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Das Umweltministerium habe daher die Demission der betroffenen Wolfsberater veranlasst und die Zusammenarbeit beendet.

Christian Meyer: "Kritiker mundtot gemacht"

Landesweit gibt es derzeit 130 aktive Wolfsberater/innen, die der Bevölkerung beim Thema Wolf zur Verfügung stehen. Auch nehmen sie alle Sichtungen oder Spuren auf, um Klarheit über Wolfsvorkommen und Wolfsrisse zu erhalten.

Grünen-Landtagsabgeordneter, Christian Meyer, kritisierte die Entlassungen. Umweltminister Lies wolle "unliebsame Kritiker mundtot machen", sagte er. Das Land wende nun den "Maulkorberlass" an, um die ehrenamtlich Aktiven auf Linie zu halten.

«Die Botschaft ist klar: Wer öffentliche Kritik an der Wolfspolitik von SPD und CDU und illegalen Abschüssen äußert, wird gefeuert.»

Der Wolf ist zurück: Bauern und Pferdehalter verzweifelt

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