Umweltschutzgruppen demonstrieren vor dem DBV
Christel Grommel | am

Umweltschützer blockieren Eingang des DBV

Umweltschutzgruppen haben ihre Klimaschutz-Proteste fortgesetzt und heute morgen den Zugang zum Deutschen Bauernverband (DBV) besetzt und blockiert.

Einige Dutzend Demonstrantinnen und Demonstranten saßen vor dem Eingang nahe der Friedrichstraße, weitere direkt vor den Türen und auf dem Vordach.

Einige pressten ihre Hände gegen die Türen, laut dem Bündnis aus vielen Initiativen hatten sie diese angeklebt. Die Polizei war vor Ort und sprach mit den Blockierern, laut ihren Angaben etwa 70 junge Menschen.

Das Bündnis aus vielen Initiativen, darunter auch der Gruppe Extinction Rebellion, kritisierte, dem Bauernverband ginge es nur "um die fetten Landwirtschaftskonzerne". Diese seien für zerstörte Böden und Emissionen verantwortlich. Auf Transparenten stand: "Zeit für Veränderung".

DBV: Gebrüll und Schüttelreime

Der DBV äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen. Dann erwiderte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken: "Gebrüll und Schüttelreime - mit diesem unterirdischen Niveau können wir nichts anfangen."

Es sind noch weitere Aktionen geplant: Am Dienstagnachmittag sollten zwei Demonstrationszüge an den Parteizentralen von CDU und SPD starten und sich nahe der Zentrale der Grünen treffen. Weitere Blockaden von Straßen, Kreuzungen und Gebäuden sind für den Rest der Woche angekündigt.

Gestern waren junge Männer und Frauen von der Polizei von der Straße getragen worden, als diese sich am Brandenburger Tor zu einer Sitzblockade versammelt hatten. 

Protest auch vor dem Ministerium

Die Demonstranten haben sich auch vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) versammelt. Dort gibt es eine Sitzblockade mit etwa 100 Teilnehmern.

Das BMEL schütte "viel Öl ins Feuer der Klimakrise" und töte "massiv unsere Böden und Artenvielfalt".

Kurz darauf klebten sich Demonstranten selbst an Fenster der CDU-Parteizentrale. Das Gebäude wurde mit Kunstblut beschmiert. Ihre Botschaft lautete "Klimapolitik blockieren = mehr Klimaopfer."

Das Bündnis warf der Polizei einen übertrieben großen Einsatz vor. Einige geplante Aktionen hätten wegen der großen Polizeipräsenz nicht geklappt.

Mit Material von dpa, Twitter
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