Färberkamille auf einer Wiese

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Janina Schuster | am

Wildpflanzen: Niedersachsen fördert Anbau

Das Ergebnis zweier Forschungsprojekte: Artenvielfalt und Biogaserzeugung passen zusammen. Die Konsequenz: die Förderung des Wildpflanzenanbaus.

Im Rahmen zweier Forschungsprojekte von der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. und dem 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V. (3N Kompetenzzentrum) wurde herausgefunden, dass Artenvielfalt und Biogaserzeugung sich nicht gegenseitig ausschließen. Ganz im Gegenteil. Als Konsequenz bereitet das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) derzeit ein entsprechendes Programm gemeinsam mit dem Niedersächsischen Umweltministerium (MU) vor, welches den mehrjährigen Anbau von Wildpflanzen als Kultursystem auf Ackerflächen künftig fördern soll.

"Wer Wildpflanzen anbaut, schützt Lebensräume"

Das Ziel ist die Entwicklung von ökologisch wertvollen und wirtschaftlich tragbaren Ergänzungen zum Anbau von konventionellen Energiepflanzen. Am 01. Juli soll die Richtlinie in Kraft treten. Die Blühmischungen der Wildpflanzen dienen nicht nur dem Schutz der Bienen, die als Bestäuber für Ernährungssicherheit und Biodiversität elementar sind. Auch für diverse andere Insekten und Wildtiere werden wichtige Lebensräume geschaffen. Barbara Otte-Kinast, Niedersachsens Landwirtschaftsministerin, sagte mit Blick auf die Landwirtinnen und Landwirte des Landes: „Wer Wildpflanzen anbaut, schafft vielfältige Lebensräume für Insekten und Wildtiere. Außerdem wird damit eine nachhaltige Biogasproduktion unterstützt. Ich bin mir sicher: Die Förderung leistet einen wichtigen Beitrag, um Nährstoffeinträge in Gewässer zu vermeiden!“

We vom monokulturellem Maisanbau

Auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies ist sich sicher, das Programm ist wichtig: „Wir wollen mehr Lebensräume für Insekten in der Agrarlandschaft schaffen. Mit den Wildpflanzen kommt die Landwirtschaft weg vom monokulturellen Maisanbau – das bringt Abwechslung in unsere Landschaften und ist ein Gewinn für die Insektenvielfalt. Damit können Landwirtinnen und Landwirte ganz konkret die Ziele des Niedersächsischen Weges umsetzen und unterstützen.“

Wie hoch ist der Fördersatz?

Mit den Forschungsprojekten wurde die Grundlage für die Förderung geschaffen. Mit ihr können Betriebe aus Land- und Forstwirtschaft ab Sommer 2021 Wildpflanzenmischungen auf Teilen ihrer Ackerflächen ausbringen. Ab dem zweiten Standjahr kann der Aufwuchs als alternatives Inputsubstrat in Biogasanlagen verwertet und umgesetzt werden. Pro Hektar beträgt der Fördersatz 500 Euro.

Mit Material von Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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