Windräder hinter Rapsfeld

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Janina Schuster | am

Zweiter Lee-Branchentag: Wir sind zu langsam

„Was dauert denn da so lange?“ Das fragten sich Branchenvertreter auf dem zweiten Lee-Branchentag am gestrigen Donnerstag (1. Juli). Sie diskutierten mit Politikerinnen und Politikern zu Themen rund um die Erneuerbaren Energien.

Es war wohl die Kernfrage auf dem zweiten Lee-Branchentag: warum verläuft der Zubau an regenerative Energien so langsam? Die Frage kommt nicht überraschend. Seit Jahren schon haben Biogasanlagen unter der niedersächsischen Auslegung der Düngeverordnung zu leiden. So lange schon steht es auch auf der Tagesordnung des Ministeriums und hemmt so Zukunftsentscheidungen. Besonders Windanlagen ziehen häufig jahrelange Genehmigungsphasen nach sich.

Biogasanlagen sichern

In seinem Statement richtete Thorsten Kruse, Mitglied des geschäftsführenden LEE-Vorstands und Biogasanlagenbetreiber, seine Worte auch an die ebenfalls anwesenden Bundestagskandidatinnen und -kandidaten, sowie Kommunalvertreter: : "Wir müssen im Bund Perspektiven für niedersächsische Biogasanlagen sicherstellen. Das bedeutet im EEG, dass die Südquote wegmuss. Im Land müssen Genehmigungsverfahren durch praktikable Verordnungen umgesetzt werden. Daher brauchen wir auch keinen Erlass zum Verwertungskonzept in Niedersachsen. Auf kommunaler Ebene sind Biogasanlagen Garanten für qualifizierte Arbeitsplätze, wie gerade die Gemeinde Tarmstedt zeigt. Auf allen Ebenen sind politische Entscheider gefragt Rahmenbedingungen zu setzen, um die formulierten Klimaziele zu erreichen."

Flächenausweisungen sind notwendig

Auch die Frage nach dem Umgang mit Flächenkonflikten vor Ort stand im Raum. So werden die durch das Landesraumordnungsprogramm (LROP) vorgegebenen Flächenziele in den Regionalen Raumordnungsprogrammen oft deutlich unterschritten. Ausreichende Flächenausweisungen sind jedoch klimapolitisch notwendig. Und nicht nur das. Für viele Kommunen haben sich die Erneuerbaren Energien mittlerweile zu einer festen Säule der Gemeindefinanzierung entwickelt. Selbst strukturschwache Kommen können mit den Abgaben und Gewerbesteuern der Windkraft- und Biogasanlagen kalkulieren.

Niedersächsische Weg muss sich ausweiten

Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass der Niedersächsische Weg sich auf die Erneuerbaren Energien ausweiten muss. Bei der Flächennutzung müsse zwischen den Erfordernissen einer CO2-freien Energieversorgung, der Lebensmittelversorgung, der Belange des Naturschutzes, Infrastruktur und Siedlung abgewogen werden.

Mit Material von Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen|Bremen e.V.
Windräder in Ostfriesland

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel suchen und merken

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
Produkte entdecken
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Gänsezucht: Risiko nimmt zu
  • Verhaltenstipps für Jäger bei Verkehrskontrollen
  • Tipps zur Auswahl von Landwirtschaftsreifen
  • E-Mail-Management im Agrarbüro
  • Modellvorhaben Gülleansäuerung

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen