Landwirt nutzt Tablet auf Acker
Janina Schuster | am

Agrarförderung: vereinfachtes Verfahren per App

Mit einer App soll die Kommunikation zwischen Antragstellern und Bewilligungsstellen verbessert werden. „FANi“ kann dabei viele Vor-Ort-Termine ersparen.

„Niedersachsen ist das erste Bundesland, das Antragstellenden die Möglichkeit gibt, georeferenzierte Fotos über eine App an die zuständige Behörde zu übermitteln. Das spart Zeit und ist für beide Seiten ein Gewinn – für die Verwaltung und für die Antragsteller“, erklärt Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Ihr Ministerium hat „FANi“ entwickelt und möchte die App nun flächendeckend in Niedersachsen und Bremen zum Einsatz bringen. Im Fokus steht die Vereinfachung der Kommunikation. Für beide Seiten.

Fotos in der App erstellen und zuweisen

Reichen Landwirtinnen und Landwirte Anträge auf Agrarförderung ein, sind diverse Angaben erforderlich. Zahlungen kommen erst, wenn alle Dokumente geprüft sind. Bislang waren dafür auch Termine vor Ort nötig. Nun ist es den Bewilligungsstellen möglich Fotos oder andere Dokumente über die App einzufordern. Beispielsweise bei Unstimmigkeiten in einem Antrag. Die Bewilligungsstelle kann einen entsprechenden Antrag zur Fotoerstellung erstellen, welcher in der App sichtbar wird. Der beantragende Landwirt hat dann die Möglichkeit in der App Fotos aufzunehmen und einzureichen.

Bei Unstimmigkeiten wird auf Überprüfungen vor Ort zurückgegriffen

Die Fotos wiederum sind georeferenziert und können lediglich an den betroffenen Schlägen aufgenommen werden. Steht der Nutzer an einer anderen Fläche, ist diese Möglichkeit nicht gegeben. Die Bilder werden im Anschluss durch den Prüfdienst und die Bewilligungsstelle geprüft und bewertet. Oftmals ist ein Besuch des Prüfdienstes nicht mehr möglich. Bei offenen Fragen oder widersprüchlichen Angaben wird auf die Kontrollen vor Ort zurückgegriffen.

Die App dient damit auch der Einführung eines Flächenmonitoringverfahrens. Antragstellende bekommen dabei vermehrt die Möglichkeit aktiv dazu beizutragen, dass weniger Kontrollen vor Ort nötig sind.

Mit Material von ML Niedersachsen
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