Ein Getreidesilo am Hafen von Beirut ist am Wochenende explodiert

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Norbert Lehmann | am

Beirut: Getreidesilo bricht zwei Jahre nach Explosion weiter zusammen

Zuvor hatten in dem Gebäude tagelang Schwelbrände angehalten. Nun sind im Hafen von Beirut Teile eines zerstörten Getreidesilos am Wochenende weiter kollabiert.

Am vergangenen Sonntag (31.7.) brachen Teile des Silokomplexes am Hafen von Beirut zusammen. In den Betontürmen, wo noch rund 3.000 Tonnen Mais und Weizen liegen sollen, hatte es zuvor seit rund zwei Wochen gebrannt.

Beim Kollaps von Teilen der Ruine wurde offenbar niemand verletzt. Die Explosion in dem Industriehafen am 4. August 2020 hatte hingegen mehr als 190 Todesopfer und über 6.500 Verletzte gefordert.

Kollaps der Siloanlage kam nicht überraschend

Die riesige Siloanlage im Hafen von Beirut hatte vor der Katastrophe vor zwei Jahren eine Lagerkapazität von rund 100.000 Tonnen Getreide. Sie war für die Versorgung des Libanon und den Getreidehandel im Nahen Osten von großer Bedeutung. Die Anlage war zerstört worden, als Stickstoffdünger explodierte, der in der Nähe ohne Schutzmaßnahmen gelagert worden war.

Weil die Brände, die vor zwei Wochen im Inneren der Betontürme ausgebrochen waren, nicht gelöscht werden konnten, hatte die Regierung des Libanon bereits am vergangenen Mittwoch davor gewarnt, dass Teile der Anlage zusammenbrechen könnten. 

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