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Kristina Wienand | am

Bundesamt für Strahlenschutz fordert mehr Schutz vor UV-Strahlung

Im Zuge des Klimawandels scheint bei uns häufiger die Sonne. Krebserregende UV-Strahlung trifft die Menschen intensiver als früher. Das Bundesamt für Strahlenschutz fordert mehr Schutz.

Angesichts des Klimawandels fordert das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mehr Maßnahmen zum Schutz vor UV-Strahlung. „Das Thema UV-Schutz gehört infolge des Klimawandels noch stärker auf die Agenda von Politik, Stadtplanern und anderen Verantwortlichen“, sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Nötig seien etwa Schattenoasen für Erwachsene und für Kinder. „Es ist wünschenswert, dass etwa Schulen und Freibäder, aber auch Kitas ihre Außenflächen mit Sonnensegeln oder anderen Schattenspendern versehen“, erläuterte Paulini. Viele Spielplätze etwa lägen immer noch in der prallen Sonne.

Mehr sonnenreiche Jahre und wolkenlose Tage

Die Zahl der sonnenreichen Jahre ist laut BfS in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gestiegen. „Der Klimawandel bringt uns in Deutschland mehr wolkenlose Tage und damit vermehrt ultraviolette Strahlung, die Hautkrebs verursachen kann“, betonte Paulini.

Die Gesundheitsrisiken durch UV-Strahlung dürften in der Klimakrise nicht unterschätzt werden. Seit dem Jahr 2000 habe sich die Zahl derjenigen, die an Hautkrebs neu erkrankt sind, mehr als verdoppelt.

Erntehelfer pflücken Erdbeeren

Richtig vor UV-Strahlung schützen

Um sich vor Strahlung zu schützen, lohne es den aktuellen UV-Index zu beobachten. „Schon bei einem recht niedrigen Wert - also ab Wert 3 - sollte man zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten bleiben“, sagte Paulini. Gefährdet sind besonders Menschen, die viel draußen arbeiten, wie Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft und im Gartenbau. Innerhalb dieser Gruppe ist die UV-Strahlen-Belastung vor allem für Obst- und Gemüsebauern sowie für Winzer hoch.

Idealerweise sollten sich diese vor der Sonne nicht nur mit Sonnencreme (mindestens LSF 30) schützen, sondern auch mit langer Kleidung. Dicht gewebte Stoffe halten UV-Strahlen gut ab - ebenso wie Wolle und Seide. Ein mehrfach gewaschenes Langarmshirt aus Baumwolle leistet nach Angaben des Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) beste Dienste, weil sich der Stoff durch das Waschen verdichtet. Spezielle UV-Schutzkleidung ist somit nicht erforderlich. Sinnvoll für die Arbeit unter freiem Himmel sind außerdem eine Sonnenbrille und eine luftige Kopfbedeckung.

Mit Material von dpa, SVLFG
Landwirtinnen und Landwirte können seit heute (15. März) einen Zuschuss für Sonnenschutz- und Hitzeschutzprodukte beantragen.

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