Kartoffel-Kartoffellager-Landwirt
Steuerberater Dr. Richard Gertken, Lingen | am

Corona-Zuschüsse für Landwirte: Das müssen Sie beachten

Auch Landwirte können unter bestimmten Voraussetzungen Corona-Überbrückungshilfe für die Monate September 2020 bis Dezember 2020 beantragen. Diese Bedingungen müssen Sie dafür erfüllen.

Die gesundheitspolitischen Schritte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben auch in der Landwirtschaft zu gravierenden Umsatzeinbrüchen geführt, besonders im zweiten Halbjahr.

Mit dem Corona-Überbrückungshilfe II-Programm der Bundesregierung könnte auch Landwirten geholfen werden, indem Zuschüsse die coronabedingten Umsatzeinbrüche zum Teil auffangen.

Gefördert werden Umsatzeinbrüche der Monate September bis Dezember 2020. Im Vergleich zur Überbrückungshilfe I sind die Hürden für die staatliche Förderung gesenkt worden. Sowohl landwirtschaftliche als auch gewerbliche Tierhaltungsbetriebe sind antragsberechtigt. Wir beantworten dazu die wichtigsten Fragen.

Welche Voraussetzungen muss ich für die Förderung erfüllen?

Um Zuschüsse zu erhalten, ist Folgendes nötig:

  • ein Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April 2020 bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder ein
  • ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt der Monate April 2020 bis August 2020 gegenüber dem entsprechenden Zeitraum im Vorjahr.

Land- und Forstwirte können eine Förderung bekommen, wenn sie im Haupterwerb geführt werden. Bei Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) und Unternehmen anderer Rechtsformen ist nur ein Gesellschafter für die Gesellschaft antragsberechtigt. Land- und forstwirtschaftliche Unternehmen mit abhängig Beschäftigten sind auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Nebenerwerb geführt werden.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderhöhe bemisst sich nach den:

  1. Fixkosten der Monate September 2020 bis Dezember 2020 (= Fördermonate) und
  2. der Höhe des Umsatzrückgangs in den jeweiligen Fördermonaten.

Als Überbrückungshilfe werden dann pro Fördermonat:

  • 90 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch über 70 %,
  • 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 % und
  • 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 30 und 50 %

an den Unternehmer nach Antragsstellung erstattet. Die maximale Förderung beträgt 50.000 € pro Fördermonat.

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