Spargel schälen
Laura Schneider | am

Coronakrise: Niemand muss auf Spargel verzichten

Spargelbauern verkaufen frische Ware direkt ab Hof oder an zahlreichen Verkaufsstellen. Viele bieten sogar geschälte Ware an.

Auch die Spargelzeit steht in diesem Jahr im Zeichen von Corona – Spargeltouren auf Landgasthöfe und Restaurants fallen aus, genau wie die offizielle Saisoneröffnung.

Auf Spargel verzichten muss aber trotzdem niemand, verspricht der Landvolk-Pressedienst: Die Spargelhöfe verkaufen das frische Gemüse bis Johanni am 24. Juni direkt ab Hof oder an zahlreichen Verkaufsstellen. Oft würden sie sogar geschälte Ware anbieten und so gute Voraussetzungen für ein schnelles und gesundes Mittagessen liefern.

Spargel direkt beim Landwirt kaufen

Da der Absatz von Gastronomie, Kantinen und anderen Großverbrauchern wegfalle, bleibe den Spargelanbauern nur der Verkauf an den Lebensmitteleinzelhandel und vor allem an Privatkunden im Direktabsatz.

„Die größte solidarische Hilfe für die Betriebe wäre es jetzt, regionale Produkte direkt beim Bauern zu kaufen“, betont Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer. Bislang laufe der Verkauf an Spargelbuden und in Hofläden vielversprechend und zu guten Preisen. „Die Leute wollen Spargel essen und sich etwas gönnen“, freut sich Eickhorst.

Der Landvolk-Pressedienst berichtet, dass die weißen Stangen rund um Nienburg und in der Lüneburger Heide zwischen Burgdorf und Lüneburg bereits sprießen, da sich die Sandböden hier schnell erwärmen.

Hilfe und Kommunikation in der Krise

Viele langjährige Erntehelfer aus Polen bleiben wegen der Corona-Krise zu Hause. Deshalb ist es für die Bauern in diesem Jahr eine besondere Herausforderung, den Spargel von Hand zu stechen. Über Vermittlungsportale werde aber deutlich, dass viele Menschen die Spargel-, Gemüse- und Gartenbauer unterstützen wollen.

Die Landwirte nehmen diese Angebote dankbar an. „Wenn es etwas Positives an der aktuellen Krise gibt, dann dass nun Menschen miteinander sprechen, bei denen das vor ein paar Wochen niemand für möglich gehalten hätte“, sagt Erwin Ballis, Geschäftsführer des Bundesverbands der Maschinenringe. Zudem biete die Landwirtschaft damit vielen Menschen die Chance, Einkommensverluste auszugleichen.

Mit Material von Landvolk-Pressedienst

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