Traktor auf Acker

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Christel Grommel | am

DBV: Wirtschaftliche Lage der Bauern dramatisch

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes zieht eine nüchterne Bilanz für das abgelaufene landwirtschaftliche Wirtschaftsjahr. Auf das laufende Jahr blickt er mit Sorge.

Faktoren dafür sind die ASP und Corona, aber auch die Verschärfung der Düngeverordnung und das geplante Insektenschutzgesetz.

Rukwied bilanziert: "Die Corona-Pandemie hat auch viele landwirtschaftliche Betriebe hart getroffen: Geschlossene Schlachtbetriebe, der Ausfall der Gastronomie und obendrein die Afrikanische Schweinepest haben die Tierhalter, vor allem die schweinehaltenden Betriebe in eine Krise gestürzt. Die aktuell ruinösen Erzeugerpreise für Schlachtschweine und Ferkel sind existenzbedrohend. Dazu schwächt eine Reihe politischer Entscheidungen, wie die Verschärfung der Düngeverordnung und das geplante Insektenschutzgesetz, die wirtschaftliche Grundlage der Betriebe. Die Situation auf vielen Höfen ist extrem angespannt."

Landwirte haben durchwachsene Ergebnisse

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr (Juli 2019 bis Juni 2020) war die wirtschaftliche Lage der Bauern sehr durchwachsen. 

  • Ackerbaubetriebe konnten ihr relativ niedriges Vorjahresergebnis nur leicht erhöhen.
  • Milchviehbetriebe verzeichneten im zweiten Jahr in Folge deutlich rückläufige Gewinne. 
  • Die schweinehaltenden Veredlungsbetriebe verzeichneten temporär deutliche Zugewinne. Dann ließen Corona und die ASP die Preise auf ein historisch niedriges Niveau stürzen.

Im Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe (Personengesellschaften und Einzelunternehmen) lag das Unternehmensergebnis mit 64.500 Euro um 13 Prozent über dem Vorjahresergebnis von 57.000 Euro, aber unter dem Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2017/18. Der starke Einbruch des Vorjahres konnte nicht ausgeglichen werden. 

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Das laufende Wirtschaftsjahr wird schlechter

Für das laufende Wirtschaftsjahr 2020/21 zeichnet der DBV ein düsteres Bild: Die Einkommenslage wird sich wieder deutlich verschlechtern. 

  • Für Milchvieh- und Ackerbaubetriebe rechnet der DBV mit wenig Veränderung der unterdurchschnittlichen Ergebnisse.
  • Bei den auf Schweinehaltung spezialisierten Veredlungsbetrieben ein massiver Einbruch ihrer Unternehmensergebnisse bevorsteht. Grund sind hier die im Vergleich zum guten Vorjahr extrem gefallenen Erzeugerpreise für Ferkel und Schweine.
Mit Material von DBV
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