Einkauf im Hofladen
Christine Gehle, LWK Osnabrück | am

Direktvermarktung: Auch im Internet nach Kunden fischen

Ohne Internet geht kaum noch etwas. Wer etwas finden möchte, schaut dort nach. Das gilt auch für (Neu-)Kunden von Direktvermarktern. Wir sagen Ihnen, wie Sie im „Netz“ mit Ihrem Angebot präsent werden können.

Wer im Internet nicht zu finden ist, der existiert nicht - so lautet die gängige Meinung vieler Menschen. Durch die Covid-19-Pandemie hat die Internetnutzung aller Altersklassen sogar rapide zugenommen. Der Onlineauftritt ist für direktvermarktende Betriebe also ist ein wichtiges Marketinginstrument. Denn der erste Eindruck über einen Betrieb erfolgt häufig online.

Diese Präsenz verfügt über eine enorm hohe Reichweite, die deutlich über den klassischen Printmedien liegt. Das mögliche Spektrum eines Auftritts reicht von einer eigenen Homepage bis zum Instagram-Account. Der hohe mediale Stellenwert und das breite Angebot an sozialen Netzwerken zeigen, dass es wichtiger denn je ist, dass sich direktvermarktende Betriebe online präsentieren.

Sich im Netz präsentieren

Der Internetauftritt eines Direktvermarkters bietet viele Vorteile für die Kunden. Zum einen können sie die gewünschten Informationen (wie Öffnungszeiten, Anfahrt oder Produktangebot) in kurzer Zeit finden, zum anderen vermittelt eine gute Internetpräsenz ein hohes Maß an Authentizität.

Werden bei der Internetpräsenz aussagekräftige Bilder verwendet, kann der Kunde sich schon im Vorfeld einen guten Eindruck vom Angebot verschaffen. Die Anreise- und eventuell sogar die Kaufentscheidung fällt dann manchmal schon auf dem Sofa.

Mit Hilfe von sozialen Netzwerken wie etwa Facebook, Instagram, Twitter oder Snapchat können kostenfrei aktuelle Bilder und Neuigkeiten transportiert werden, die dann oft an Dritte weitergeleitet werden. Die Empfehlung von Freunden an Freunde heißt denn auch Empfehlungsmarketing.

Internetpräsenz: Das sind die Grundvoraussetzungen

Wie sich ein Betrieb im Internet präsentiert, ist abhängig von den eigenen Betriebsstrukturen und den Vorlieben der Betreiber. Basisanforderungen sind eine eigene Homepage und ein Google-My-Business-Eintrag, damit sich Kunden schnell über Öffnungszeiten und Kontaktdaten informieren können. Internetnutzer, die bereits den Namen ihres Betriebes kennen und nur Öffnungszeiten, Anfahrt oder Telefonnummer brauchen, finden hier schnell die Informationen, nach denen sie suchen.

Ein Google-My-Business-Eintrag kann schnell und kostenlos eingerichtet werden. Dazu bei Google „Google My Business“ suchen und den Beschreibungen folgen. Nachdem Kontaktadressen, Firmenname, Öffnungszeiten und Fotos eingegeben worden sind, muss die Anmeldung bestätigt werden. Die Bestätigung erfolgt über einen Anruf oder eine Postkarte von Google. Es wird ein PIN mitgeteilt, der dem Datenabgleich dient. Der Code muss nach dem Erhalt zur Bestätigung eingegeben werden, damit der Betrieb bei Google zu finden ist.

Als Direktvermarkter listen lassen

Darüber hinaus können sich Betriebe auf sogenannten Onlineportalen und Marktplätzen listen lassen. Der Basiseintrag ist in der Regel kostenlos. Es gibt deutschlandweite Anbieter wie www.dein-bauernladen.de oder regionale (niedersachsenweite) Portale wie www.service-vom-hof.de. Außerdem gibt es eine Vielzahl an sozialen Netzwerken, auf denen direktvermarktende Betriebe aktiv werden können.

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Eigene Homepage erstellen: Das ist wichtig

Eine eigene Homepage bietet den Freiraum, die Menüpunkte so zu benennen und anzulegen, wie sie persönlich gefallen, beispielsweise „unser Betrieb“, „Öffnungszeiten“ oder „Aktuelles“.

  • Der Informationsgehalt der Website kann beliebig variiert werden. Die Schwierigkeit liegt darin, die Homepage aktuell zu halten. Ankündigungen für ein Hoffest, das vor zwei Jahren bereits stattgefunden hat, sind hier wenig zielführend.
  • Soll der Arbeitsaufwand möglichst gering bleiben, können die Menüpunkte auf ein Minimum reduziert werden. Dazu gehören Anschrift/Kontakt, Öffnungszeiten, Produktangebot und Bilder.
  • Über die Hälfte aller Internetnutzer greifen von mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets auf die Webseiten zu. Hierfür sollte sich die Webseite automatisch an die sich ändernden Bildschirmgrößen anpassen.

So lässt sich Facebook als Direktvermarkter nutzen

Ein Business-Account in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter ist eine Ergänzung zu einer eigenen Homepage. Facebook hat rund 32 Mio. aktive Nutzer pro Monat und ist damit die populärste Plattform.

  • Ein Facebook-Business-Account bietet die Möglichkeit, alle notwendigen Kategorien mit Informationen zu füllen, ohne dass Kosten entstehen. Auch Kunden, die keinen eigenen Facebook-Account haben, können auf die Seite zugreifen und die wichtigen Informationen lesen.
  • Facebook bietet außerdem die Option, mit den Kunden in Kontakt zu treten und aktuelle Beiträge zu posten. Wird eine Facebook-Seite betrieben, sollte diese ständig aktuell gehalten werden. In diesem Fall erwarten die Kunden, dass regelmäßig neue Beiträge gepostet werden, das heißt circa ein Beitrag pro Woche.
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Instagram: Die Macht der Bilder

Instagram wird eher von jüngeren Nutzern frequentiert und legt den Fokus auf Bilder und Videos. Auch bei Instagram gibt es die Möglichkeit, ein Business-Profil zu erstellen.

Seit zwei Jahren kann sogar ein Shop über Instagram betrieben werden. Beiträge, die bei Instagram gepostet werden, können gleichzeitig bei Facebook veröffentlicht werden.

Fazit: Das ist beim Online-Auftritt zu beachten

Der eigene Internetauftritt, egal ob als eigene Homepage, bei einer Gemeinschaftsseite oder bei einem sozialen Netzwerk, sollte geordnet und übersichtlich gestaltet werden.

Bilder vermitteln Interessenten einen schnelleren Überblick und schaffen eine angenehmere Atmosphäre. Eine Menüleiste mit drei bis fünf Menüpunkten ermöglicht dem Kunden einen schnellen Zugriff auf die gewünschten Informationen. In der Regel sollten die jeweiligen Inhalte nicht zu lang sein, sondern einen kurzen Einblick in den Betrieb geben.

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