Eine Milchkuh wird in einem Stall gestreichelt und Milchkannen sind zu sehen.
Ellen Hartmann | am

Grüne Woche: Milch muss mehr abwerfen

Auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin standen beim Fachforum Milch die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen von Milchviehhaltern sowie mögliche Lösungsansätze im Vordergrund.

Karsten Schmal, selbst Milchviehhalter und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), ist der Meinung, dass Milchviehaltern die wirtschaftliche Perspektive fehle. So blieben Erzeugerpreise einerseits stabil niedrig, andererseits würden immer mehr Kosten für die zusätzlichen Auflagen entstehen. "Wenn wir Milchviehhalter zum Beispiel ein höheres Maß an Tierwohl gewährleisten, muss an die damit verbundenen höheren Produktionskosten auch ein Preisschild gehängt werden", fordert Schmal.

Höhere Entlohnung für Milchviehhalter gefordert

Auch verwies der Vizepräsident auf Verhandlungen zu QM-Tierwohl und die Initiative Tierwohl Rindfleisch mit dem Lebensmitteleinzelhandel sowie den Verarbeitungskonzernen. Noch in diesem Jahr sollen festgelegte Definitionen von Tierwohl- und Tiergesundheitskriterien, die Festlegung sich daraus ergebender Kosten und ein Finanzierungsmodell umgesetzt werden. Bereits seit dem Frühjahr 2020 wird über diese Themen mit QM-Milch und der Initiative Tierwohl verhandelt.

Tierwohl muss im Fokus stehen

"Im November 2020 konnten wir uns im Milchsektor gemeinsam auf Inhalte, Kommunikationskanäle, Finanzierung und Organisation einer Branchenkommunikation einigen", freut sich Schmal über den Erfolg. Noch im Februar dieses Jahres sollen die Kommunikationsaktivitäten aufgenommen, Verträge vorbereitet und ein Expertenausschuss aus Land- und Molkereiwirtschaft gebildet werden.

Mit Material von DBV
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