Windenergie-Offshore
Cornelia Krieg | am

Gute Chance für Wasserstoffwirtschaft (aktualisiert)

Niedersachsens Europaministerin sieht nach einem Zeitungsbericht gute Chancen beim Ausbau der Wasserstoffwirtschaft im Land.

Mit der Windkraft und der Wasserstoffwirtschaft könne Niedersachsen regionaler Partner der Europäischen Union beim "Green Deal" um Klimaneutralität zu werden, sagte Honé der Oldenburger "Nordwest-Zeitung"  (Donnerstagausgabe - 12.12.19).

Wasserstoff könne über Windkraft klimaneutral hergestellt werden. Die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) propagierte Abstandsregelung von 1000 Metern für Windkraftanlagen sehe sie daher kritisch. Damit seien die Klimaziele nicht zu erreichen, sagte die Ministerin. Sie forderte die Bundesregierung auf, den Ausbau der Windkraft voranzutreiben.

Vier Regionen Niedersachsens als "Wasserstoffregionen" ausgezeichnet

Derweil haben gleich vier Regionen in Niedersachsens und Bremens bei einem Wettbewerb des Bundesverkehrsministeriums für die verstärkte Nutzung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen. Unter den insgesamt 16 Regionen machten die Regionen

  • Brake,
  • der Landkreis Emsland,
  • der Landkreis Osterholz
  • und die "Metropolregion" Nordwest Bremen, Bremerhaven, Oldenburg und Umgebung

das Rennen. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte am Donnerstag, es gehe darum, eine lokale Wasserstoff-Wirtschaft aufzubauen.

Ziel sei es, dass der Wasserstoff möglichst aus erneuerbaren Energien an Ort und Stelle hergestellt und auch verbraucht werde. "Wir denken Mobilität neu und ganzheitlich - von der Produktion der Energie über die Antriebstechnologie bis hin zur Tankinfrastruktur. Nur wenn der Wasserstoff wirklich grün wird, können wir die Menschen überzeugen und die Mobilität klimafreundlich gestalten."

"HyExperts" und "HyPerformer"

Die Initiative nennt sich "HyLand - Wasserstoffregionen in Deutschland". Es wird unterschieden zwischen

  • "HyExperts" und
  • "HyPerformer".

Die Bundesregierung will bald auch eine nationale Wasserstoffstrategie vorlegen. Die "Metropolregion" Nordwest zählt zu den "HyPerformern", die anderen drei Regionen zu den "HyExperts".

Gewinner bekommen Fördergeld

Die 13 sogenannten "HyExperts"-Regionen bekommen nach Angaben des Ministeriums jeweils 300 000 Euro zur Verfügung gestellt, um Wasserstoffkonzepte mit vielfältigen konkreten Projektideen auszuarbeiten.

Für die drei "HyPerformer" stehen demnach jeweils 20 Millionen Euro in Form von Investitionszuschüssen zur Umsetzung bereits bestehender regionaler Konzepte mit Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie bereit. Das Projektvolumen der drei "HyPerformer" betrage insgesamt 195 Millionen Euro.

Mit Material von dpa

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