Traktor auf einer Straße
Christel Grommel | am

Was heißt der neue Bußgeldkatalog für Landwirte?

Im neuen Bußgeldkatalog 2021 gibt es Änderungen, die auch Landwirte betreffen. Das sind die wichtigen Punkte.

  • Wer innerorts mit dem Traktor oder einem anderen Fahrzeug über 3,5 t rechts abbiegt, muss zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern die Schrittgeschwindigkeit einhalten. Eine höhere Geschwindigkeit zieht ein Bußgeld von 70 Euro und einen Punkt nach sich. 
  • Während des Überholens von Fußgängern und Radfahrern gilt ein Mindestabstand von 1,5 m innerorts und 2 m außerorts.
  • Wer auf Fahrradstreifen, Rad- und Gehwegen parkt, muss nun ein Bußgeld von 100 Euro zahlen und erhält einen Punkt.

Geschwindigkeitsüberschreitung

  • Für Geschwindigkeitsüberschreitungen von über 21 km/h innerorts und 26 km/h außerorts gibt es neben einem Punkt und einem Bußgeld von bis zu 100 Euro künftig einen Monat Fahrverbot
  • Zukünftig kosten Überschreitungen innerorts von bis zu 10 km/h 30 Euro statt bisher 15 Euro. Traktoren und LKW ab 3,5 t oder PKW mit Anhänger müssen 40 Euro statt 20 Euro bezahlen. Innerorts kann die erhöhte Geschwindigkeit mit einem Anhänger den Fahrer von 20 Euro bei 10 km/h bis 680 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot bei über 60 km/h kosten.
  • Außerorts steigen mit dem neuen Bußgeldkatalog die Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen von 10 km/h von bisher 10 auf 20 Euro bis 3,5 t und von bisher 15 auf 30 Euro mit Schlepper. Wer außerorts die Geschwindigkeit mit einem Anhänger überschreitet, muss mit Bußgeldern von 15 Euro bei 10 km/h bis hin zu 600 Euro, zwei Punkten und drei Monaten Fahrverbot bei über 60 km/h rechnen. 

Anhänger und Beladung

  • Anhänger sind nur zulassungsfrei bei Anbringung eines 25 km/h Schildes sowie eines Wiederholungskennzeichens einer zugelassenen Zugmaschine des Betriebes. Ist das nicht der Fall, kann das zu einem Bußgeld von 70 Euro zuzüglich Gebühren und Punkten in der Verkehrssünderdatei führen.
  • Ladung muss verkehrssicher verstaut werden. Ist das nicht der Fall, drohen Bußgelder ab 25 Euro. Das höchste Bußgeld muss bezahlt werden, wenn die Ladung nicht vorschriftsmäßig vertaut wurde, die Verkehrssicherheit erheblich litt und es zum Unfall kam: 120 Euro und ein Punkt. 
  • Wer zu viel auf den Anhänger packt, muss ebenfalls mit einem Bußgeld rechnen. Die Überladung kostet bei zwei bis fünf Prozent zu viel 35 Euro bis hin zu 425 Euro und einem Punkt bei mehr als 30 Prozent zu viel. 
  • Nur Fahrzeuge mit ungewöhnlicher Breite und Länge oder mit ungewöhnlich breiter oder langer Ladung dürfen mit einer gelben Rundumleuchte ausgerüstet sein. Wird das nicht eingehalten, kann ein Bußgeld von 20 Euro verhängt werden. 
  • Auflaufbremsen müssen bei einer normalen Fahrt aktiviert sein. Ansonsten droht ein Bußgeld in Höhe von 135 Euro und Punkten in Flensburg. 
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