Heizöl wird geliefert

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Dr. Olaf Zinke | am

Heizölpreise fallen auf 10-Monatstief – Jetzt kaufen sagen Analysten

Die Heizölpreise fielen am Mittwoch auf ein 10-Monatstief. Gekauft wird trotzdem wenig.

Gestern (12. Januar) waren die Heizölpreise kaum verändert. Die Rohölpreise legen nach dem Anstieg im laufenden Handel aber weiter zu und könnten für einen Preisanstieg sorgen. Anfang Februar tritt zudem das Embargo gegen russische Raffinerieprodukte in Kraft – dann könnten die Heizölpreise deutlich steigen.

Analysten sagen: Jetzt kaufen

Am Mittwoch (11.01.) kostete Heizöl im Bundesmittel nur noch 117 Euro je 100 Liter, berichtet der Branchendienst Tecson. Das waren 3 Euro weniger als zum Wochenbeginn und reichlich 10 Euro weniger als zum Jahreswechsel. Der letzte Tiefpunkt der Heizölpreise von Mitte Dezember ist damit nicht nur unterboten, sondern Heizöl kostet so viel (so wenig) wie zuletzt vor 10 Monaten.

Vor dem Hintergrund der weiteren möglichen Preisentwicklung in den nächsten Wochen empfehlen Analysten den Heizölkunden jetzt eher von „weiter abwarten“ auf „jetzt kaufen“ zu wechseln, jedenfalls wenn man nicht ausreichen Heizöl für die Heizperiode hat. Ein Grund dafür ist (neben den steigenden Ölpreisen) das ab 05. Februar in Kraft tretende Embargo für russische Raffinerieprodukte – wie Heizöl und Diesel. Nach Einschätzung der meisten Analysten - und auch der internationalen Energieagentur (IEA) könnte diese Maßnahme erheblich größere Auswirkungen auf den europäischen Markt haben als das schon im Dezember umgesetzte Einfuhrverbot für russisches Rohöl.

Russisches Ural-Rohöl wurde am Mittwoch mit knapp 53,4 USD pro Barrel gehandelt. Das war ein Preisanstieg von 2,3 USD je Barrel gegenüber dem Vortag. Die Gasölpreise – das ist das wichtigste Vorprodukt für Heizöl und Diesel – gingen am Mittwoch am Terminmarkt von 884 USD je Tonne auf 906 USD nach oben: Ein Minus von 22 USD. Die Preise für Rohöl der Sorte Brent stiegen am Mittwoch von 80,10 USD je Barrel auf 82,7 USD je Barrel. Am heutigen Donnerstag beginnt der vorbörsliche Handel bei Gasöl und Rohöl – nach dem Preisanstieg vom Mittwoch – erneut im Plus.

Kunden kaufen wenig – das könnte sich rasch ändern

Die Kaufaktivität der Heizölkunden ist trotz der gefallenen Preise auf einem relativ schwachen Niveau, berichten die meisten Händler. Doch die Erwartung an weiter fallende Heizölpreise lässt offenbar ebenfalls nach. So könnte es noch einmal zu einem Kaufschub kommen.

Dabei haben sich die regionalen Preisunterschiede diese Woche weiter deutlich verringert, zeigen die Daten aus den Regionen. Gestern (12.01) lagen zwischen dem teuersten (Niedersachsen) und dem billigsten Bundesland (Nordrhein-Westfalen) nur noch 9 Euro je 100 Liter Differenz. Bei einem Einkauf von 3.000 Litern Heizöl macht das einen Preisunterschied von 270 Euro.

Am billigsten ist Heizöl weiterhin in Nordrhein-Westfalen sowie in Schleswig-Holstein und in Rheinland-Pfalz. In Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kostet Heizöl Mittwoch am meisten. Am Donnerstagvormittag (12.10) lagen die Heizölpreise in Nordrhein-Westfalen nach den Erhebungen des Branchendienstes esyoil bei 109 Euro je 100 Liter und damit 1 Euro niedriger als vor einer Woche. In Schleswig-Holstein müssen die Verbraucher heute 112 Euro zahlen und damit 5 Euro weniger als vor Wochenfrist. Am teuersten war Heizöl heute in Niedersachsen mit 118 Euro – das waren trotzdem 5 Euro weniger als vor einer Woche. In Mecklenburg-Vorpommern lagen die Preisforderungen bei 117 Euro je 100 Liter und damit 3 Euro niedriger als eine Woche zuvor.

Holzofen

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