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Herdenschutzhunde: Was Sie über die Förderung wissen sollten

Die Anschaffung von Herdenschutzhunden kann unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Was für den Antrag wichtig ist.

Die Verbreitung des Wolfes in Niedersachsen und in Deutschland insgesamt nimmt zu. Vor allem Schafhalter müssen deshalb ihre Herden mit Präventivmaßnahmen schützen. Eine Möglichkeit ist die Anschaffung von Herdenschutzhunden.

Anträge auf eine Förderung für Herdenschutzhunde können stellen:

  • natürliche und juristische Personen des Privatrechts sowie
  • Personengesellschaften, die eine Nutztierhaltung im Haupt- oder Nebenerwerb betreiben.
  • Auch Hobbytierhalter sind antragsberechtigt.

Herdenschutzhunde in Ausnahmefällen auch bei Rindern und Pferden gefördert

Die Anschaffung von Herdenschutzhunden kann unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden:

  • Zuwendungen sind zum Herdenschutz von Schafen (Herdenmindestgröße 100 Tiere), Ziegen und Gatterwild vorgesehen, in Ausnahmefällen für Rinder und Pferde.
  • In der Regel werden Hunde der Rassen Pyrenäenberghund und Maremmano- Abruzzese oder Mischlinge aus diesen beiden Rassen gefördert.
  • In Ausnahmefällen kann eine Unterstützung für Hunde anderer Herdenschutzhunderassen beantragt werden. Die Tauglichkeit des Tieres muss nachgewiesen werden.
  • Nicht förderfähig sind Folgekosten wie Futter, Hundesteuer, Versicherung, Tierarztkosten, Ausbildung der Hunde und deren Halter.

KTBL stellt Kosten für Herdenschutz zusammen

In einer umfangreichen Studie hat das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) mit Unterstützung der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e. V. (VDL) und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie Beratungseinrichtungen in über 60 Praxisbetrieben die zusätzlich anfallenden Kosten für Herdenschutzmaßnahmen erhoben. Standardkostensätze wurden ermittelt z. B. für

  • Herdenschutzhunde,
  • Herdenschutzesel,
  • Herdenschutzzaun,
  • Mobilstall auf der Weide,
  • nächtliche Stallhaltung auf dem Hof und
  • nächtliche Behirtung.

Dabei wurde auch der zusätzliche Arbeitszeitbedarf zum Beispiel für die Betreuung der Herdenschutzhunde und die zusätzliche Sicherung und Kontrolle der Zäune berücksichtigt.

Diese Standardkostensätze für Herdenschutzmaßnahmen können Schafhaltern helfen, jene Maßnahmen auszuwählen, die für ihre Herden am besten geeignet sind. Darüber hinaus liefern die ermittelten Werte eine neutrale Datenbasis bei der Vergütung von präventiven Maßnahmen.

Die Ergebnisse zur KTBL-Studie zu den Kosten für Herdenschutzmaßnahmen können Sie hier herunterladen...

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