Ein Landwirt geht in Gummistiefeln über ein Feld

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Anne-Maria Revermann | am

Landwirtschaft: Ab sofort Corona-Überbrückungshilfe III beantragen

Die Überbrückungshilfe III für Nutztierhalter wurde angepasst und der Katalog der erstattungsfähigen Kosten ausgeweitet. Nun werden auch Tierfutter und Tierarztkosten als förderfähige Fixkosten anerkannt. Vor allem Schweinehalter profitieren.

Die Corona-Überbrückungshilfe III gilt seit Januar 2021. Nun wurde der Zugang zum Corona-Hilfspaket von der Bundesregierung deutlich erleichtert - auch für Landwirte. Ab sofort ist eine Antragstellung möglich, von der vor allem auch Schweinehalter profitieren können.

Die Anerkennung von Tierarztkosten und Tierfutterkosten als förderfähige Fixkosten stellt eine deutliche Verbesserung für viele Landwirte dar. Zum anderen ist die Möglichkeit der Antragsstellung bereits für einzelne Monate mit einem Umsatzeinbruch von 30 Prozent ab November 2020 bis Juni 2021 praktikabel.

 

Sauenhalter brauchen schnell unbürokratische Hilfe

Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, betont, dass die Überbrückungshilfe III jetzt auf die Situation landwirtschaftlicher Tierhalter zugeschnitten sei. Gerade Ferkelerzeuger und Schweinehalter erlebten die größte Krise seit Jahren. Die Sauenhalter zahlten bei jedem Ferkel drauf. Sie brauchten jetzt schnell unbürokratische Hilfen, die sie dank des erweiterten Fixkostenkatalogs nun erhalten könnten.

"Gerade die Schweinehalter sind aktuell aber besonders getroffen. Sie kämpfen mit Preisrückgängen von 40 bis 60 Prozent und die Afrikanische Schweinepest wird uns noch lange beschäftigen. Dabei ist absehbar, dass das Angebot an Ferkeln aus Deutschland spätestens ab 2022 knapp werden wird", so CDU-Agrarsprecher Albert Stegemann.

Wer kann Überbrückungshilfe III beantragen?

  • Alle Unternehmen mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch sind antragsberechtigt. Sie können eine gestaffelte Fixkostenerstattung bekommen.
  • Dabei wird nicht mehr unterschieden zwischen unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit.
  • Die Förderhöchstgrenze wurde von 200.000 Euro beziehungsweise 500.000 Euro auf bis zu 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat angehoben.
  • Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021.
  • Abschlagszahlungen wird es für alle antragsberechtigten Unternehmen geben.
  • Die Zuschuss-Höhe orientiert sich - wie bisher - am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019.
  • Bei einem Umsatzrückgang von 30 - 50 % werden somit bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten ausgezahlt. Bei einem Rückgang von 50 - 70 % sind es bis zu 60 % und bei einem Rückgang von mehr als 70 % sind es bis zu 90 %.

Anträge online stellen

Anträge können online auf dieser Plattform gestellt werden. Allerdings muss dies über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt oder Buchprüfer erfolgen. Die Kosten dafür werden bezuschusst.

Die reguläre Auszahlung startet im März 2021 durch die Länder. Erste Abschlagszahlungen in Höhe von 50 Prozent soll es bei Erfüllen der Voraussetzungen noch im Februar geben.

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