Autoprämie steht auf Schild an Landstraße
Christel Grommel | am

LEE gegen Autokaufprämie

Der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) spricht sich deutlich dagegen aus, eine Autokaufprämie umzusetzen. Es sei stattdessen wesentlich sinnvoller, mit einem konjunkturellen Gesamtpaket die Energiewende zu fördern.

Eine Kaufprämie als Einzelmaßnahme lehnt der LEE ab. Denn der Kaufanreiz soll auch für Verbrenner gelten, die Prämie soll ohne Ansehen der Betriebsform - Elektro, Benzin oder Diesel - ausgezahlt werden. Auch große SUV sollen gefördert werden. 

Die stellvertretende LEE-Geschäftsführerin Kollenrott äußerte sich dazu: "Wir sollten jetzt bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise nicht in tradierte Verhaltensmuster verfallen. Die Förderung von Benzinern und Dieselfahrzeugen stellt klimapolitisch die falschen Weichen. Wir schlagen vor, dass ergänzend zur E-Mobilität auch gasbetriebene Fahrzeuge gefördert werden. Diese können beispielsweise mit Biomethan betrieben werden. Solch eine Entscheidung würde das richtige politische Signal senden. Darüber hinaus fordern wir ein Konjunkturpaket, das die Erneuerbaren in Niedersachsen und Bremen in ihrer Gesamtheit als Wirtschaftsfaktor fördert."

Laut LEE solle man anstreben, den sich durch die Wirtschaftskrise abzeichnenden Stellenabbau – etwa in der Automobilbranche – durch einen intelligenten Ausbau der Erneuerbaren-Branche zumindest teilweise zu kompensieren. In Niedersachsen und Bremen sind rund 65.000 Beschäftigte direkt oder indirekt im Bereich der regenerativen Energien tätig.

Mit Material von LEE
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