LWK Feldtag
Dr. Dagmar Matuschek, LWK Niedersachsen | am

LWK-Feldtag in Poppenburg: Maschinenvorführung zu effizienter Düngung

Nährstoffverluste durch passende Düngetechnik zu vermeiden, das ist ein Thema beim LWK-Feldtag in Poppenburg bei Hildesheim.

N-Effizienz steigern, Nitrateinträge ins Grundwasser minimieren: Solche Themen bei der mineralischen und organischen Düngung stehen im Fokus der Beratung der LWK Niedersachsen.

Das Ziel, Ammoniakemissionen zu mindern, erfordert Anpassungsstrategien bei der Ausbringungstechnik.

Unterschiedliche Verfahren und Techniken im Segment Ausbringung

Verschiedene Landmaschinenhersteller bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren und Techniken im Segment Ausbringung an. Eine kleine Auswahl davon soll am 6. Juni auf dem Feldtag in Poppenburg bei Nordstemmen vorgeführt werden.

Der Fokus liegt dabei auf besonders emissionsreduzierende und damit nährstoffeffiziente Verfahren. Diese werden zunehmend durch die Düngeverordnung gefordert und von Landwirten nachgefragt.

Schleppschlauch- und Schleppschuhverteiler im Einsatz

Im Einsatz zu sehen sein werden Schleppschlauch- und Schleppschuhverteiler sowie neuartige Schlitzverfahren, alle mit unterschiedlichen Fasskonstruktionen, als Selbstfahrer oder mit bodenschonenden Fahrwerken ausgestattet.

Auch das Verfahren der Gülleansäuerung und die effiziente Verteilung von Festmisten werden in Poppenburg zu sehen sein.

Organische Düngung: Verlustarme und bodennahe Ausbringung

Vor allem im Bereich der organischen Düngung hat eine verlustarme und bodennahe Ausbringung eine hohe Priorität. Gülle oder Gärresten aus Biogasanlagen können in Kulturen mit einer langen Vegetationsdauer, wie z.B. Zuckerrüben und Mais, gut eingesetzt werden.

Neben dem Schleppschlauch, derzeittechnischer Standard, stehen Ausbringungsverfahren mittels Schleppschuh und Schlitztechnik sowie der Ablage „Unter-Fuß“ zur Verfügung.

Nährstoffe bodennah und gezielt applizieren

Die Nährstoffe werden bodennah und gezielt an die Pflanze und deren Wurzel appliziert. Die N-Effizienz dieser Verfahren nimmt in der Reihenfolge zu, je dichter die organischen Nährstoffe an die Pflanze bzw. auf oder in den Boden gebracht werden. Gleichzeitig werden die N-Verluste deutlich minimiert.

Vorteile: Exakte Dosierung und Verteilung

Bei der Ablage „Unter-Fuß“ zu Kulturen wie Mais, Zuckerrübe oder Kartoffeln entfällt die zusätzliche Einarbeitung, da die Nährstoffe gezielt im Band unterhalb der späteren Saat- oder Pflanzreihe platziert werden.

Vorteile dieser Ausbringungstechniken sind die exakte Dosierung und Verteilung. So kann termingenau und pflanzenbedarfsgerecht auf den Boden appliziert werden.

Ammoniakentgasung: Mengenmäßig größte Verlustquelle

Die bodennahe Ausbringung ist vor allem dort wichtig, wo in wachsende Bestände ausgebracht wird und keine Möglichkeit zur Einarbeitung besteht. Dort sind die N-Verluste oft sehr hoch, wenn das durch Umwandlung gebildete Ammoniak entweicht. Die Ammoniakentgasung ist die mengenmäßig größte Verlustquelle.

Um hier die N-Verluste zu minimieren, wird seit einiger Zeit das Verfahren der Gülleansäuerung praktiziert. Durch die Zugabe von Schwefelsäure wird dieser Prozess durch Absenkung des pH-Wertes unterbunden und das Gleichgewicht aufrechterhalten. Es verbleibt das Ammonium, das der Pflanze dann mit hoher Wirksamkeit zur Verfügung steht.

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