Obwohl die Lage auf vielen Höfen angespannt sind, gibt es viele junge Menschen, die sich für ein Agrarstudium entscheiden.
Ellen Hartmann | am

Nachwuchs in der Landwirtschaft: Gute Bewertungen für Uni Göttingen

Momentan ist die Stimmung auf vielen Höfen angespannt, gerade bei den Milchviehhalterinnen und Milchviehhalter sowie auf den schweinehaltenden Betrieben. Trotzdem entscheiden sich viele junge Menschen für die Landwirtschaft als Beruf. Top Agrar-Uni in Niedersachsen ist übrigens erneut die Uni Göttingen.

Zahlreichen Herausforderungen zum Trotz würden sich viele angehende Landwirte nicht entmutigen lassen und sich nach ihrer Berufsausbildung weiter fortbilden, heißt es vom Landvolk Niedersachsen. So würden sich viele junge Menschen für eine Ausbildung zum staatlich geprüften Wirtschafter, Agarbetriebswirt oder zum Landwirtschaftsmeister entscheiden - viele aber auch für ein Agrarstudium. "Eine bestmögliche berufliche Bildung ist mehr denn je Voraussetzung, um die Herausforderungen in der Landwirtschaft zu meistern", weiß Martin Roberg, Vorsitzender des Ausschusses Bildung beim Landvolk Niedersachsen.

Gut bewertet: Niedersachsens Agrar-Uni Göttingen

Beim Agrar-Hochschulranking im Fachbereich Agrarwissenschaften der besten europäischen Universitäten rangieren sowohl die Universität Göttingen als auch die Universität Hohenheim unter den Top Zehn des "QS World University Rankings 2021" im Bereich "Agriculture & Foresty". Damit ist die Uni Hohenheim erneut Spitzenreiter unter den besten Agrar-Universitäten in Deutschland. Göttingen belegt - wie im Vorjahr - den zweiten Platz, die Technische Universität München den Dritten. "Dass Niedersachsens Agrar-Uni Nr. 1 Göttingen weiterhin so gut bewertet wird, freut uns sehr", so Roberg. 

Sind die Studentenzahlen rückläufig?

Dennoch verdeutlichen die Zahlen der Studentenstatistik Agrar der Uni Göttingen, dass die Zahl der Agrarwissenschaftsstudenten gesunken ist. So sei in den letzten fünf Jahren, seit dem Wintersemester 2017/2018, die Anzahl der über 1.000 in Deutschland studierenden Agrarwissenschaftler im Bachelor-Studiengang zum Wintersemester 2021/22 auf gut 840 gesunken, so das Landvolk. Die Studentenzahl zum Start des Sommersemesters sei schon immer geringer gewesen. Doch 2018 habe sie bei 959 Studenten gelegen, 2020 coronabedingt bei 743 und 2021 bei 748. "Diese Entwicklung deckt sich mit der demographischen Entwicklung", erklärt Martin Roberg den Umschwung. 

Auch weniger Einschreibungen für Masterstudiengänge

Zusätzlich zum Bachelor-Jahrgang habe sich auch die Anzahl der Masterstudenten deutlich reduziert, heißt es weiter. In den vergangenen fünf Wintersemestern sei die Zahl der Studenten von 693 auf 443 gesunken. Wollten im Sommer 2018 noch 613 Menschen ihren Master absolvieren, schrieben sich Sommersemester 2021 nur noch 452 Studenten ein. "Dass sich in Zeiten der Pandemie weniger junge Menschen für eine Agrarstudium entscheiden, liegt sicher auch mit daran, dass ein Studium über Videoformate sehr viel Disziplin erfordert und das Lernen so wenig Spaß macht. Doch dieser Einsatz lohnt sich für den Traumberuf", findet Roberg.

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