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Anne-Maria Revermann | am

Preisstreit: Keine Milram-Produkte mehr für Real

Wer in den Supermärkten von Real, Familia oder K+K zurzeit nach Milchprodukten von Milram sucht, muss mit Enttäuschungen rechnen. Real empfindet die Preiserhöhungen, die DMK fordert, für überzogen und will Produkte anderer Genossenschaften neu in sein Sortiment aufnehmen.

Der Milram-Hersteller, die Molkereigenossenschaft Deutsches Milchkontor (DMK), hat die Belieferung aller Mitglieder des Einkaufsbündnisses Retail Trade
Group (RTG) eingestellt
. Hintergrund ist ein Streit über die künftigen Lieferpreise. Dem Milchkontor gehe es darum, "über angemessene Produktpreise" dafür Sorge zu tragen, dass die Landwirtschaft nachhaltig wirtschaften könne, betonte ein DMK-Sprecher.

Ein Real-Sprecher widersprach dieser Darstellung allerdings entschieden. "Den Vorwurf, Real betreibe Preisdumping zu Lasten der Landwirte weisen wir entschieden zurück", sagte er. Die Preiserhöhungen des DMK seien nicht gerechtfertigt.

Inmitten des Preis-Zoffs haben Landwirte, unter anderem aus Niedersachsen, währenddessen MILRAM-Produkte aus den Filialen aufgekauft, um sie an gemeinnützige Zwecke zu spenden.

Real will Produkte anderer Genossenschaften

Durch die Preiserhöhung, die DMK fordert, würden Real und die übrigen Mitglieder des RTG-Verbunds bei den Preiskonditionen im Vergleich zu den Handelsriesen Edeka, Rewe, Aldi und Lidl weiter benachteiligt, ist man bei der Supermarktkette überzeugt. Real kündigte an, angesichts des Lieferstopps Produkte anderer Genossenschaften neu in das Sortiment aufnehmen zu wollen. 

 

Mit Material von dpa
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