Prinz Charles, ältester Sohn der Queen Elisabeth II.
Ellen Hartmann | am

Prinz Charles macht sich für Großbritanniens Betriebe stark

Wie bei uns in Deutschland, gibt es auch in Großbritannien immer weniger landwirtschaftliche Betriebe. Der älteste Sohn von Queen Elisabeth II., Prinz Charles, hat jetzt vor dem Bankrott vieler Familienbetriebe gewarnt.

Grund für das Verschwinden vieler kleiner landwirtschaftlicher Betriebe sei, laut dem Prince of Wales, der Preisdruck im Lebensmittelhandel. Er warnt die britische Regierung zudem auch vor dem Bankrott vieler Familienbetriebe. Wenn das geschehe, werde dies "das Rückgrat der ländlichen Gemeinden Großbritanniens brechen" und auch der britischen Landwirtschaft "das Herz herausreißen", so der älteste Sohn von Queen Elisabeth II. gegenüber dem Nachrichtensender BBC. 

Auch in Großbritannien geben immer mehr kleine Betriebe auf

Insbesondere die Produktion zahlreicher, günstiger Lebensmittel würde den kleinen Höfen das Überleben schwer machen, so Prinz Charles. Der britische Thronfolger macht sich bereits seit Jahren für die Landwirtschaft in Großbritannien stark und engagiert sich für Ernährungs- und Umweltfragen. Seitens der britischen Regierung heißt es, dass sie die Landwirtinnen und Landwirte unterstützen wolle - gerade in den Entscheidungen, die sie auf ihren eigenen Betrieben treffen würden. Prinz Charles hingegen macht in dem Gespräch mit der BBC deutlich, dass er zunehmend besorgt beobachte, "wie viele der kostbaren Landschaften des Landes im Namen der Effizienz langsam verkleinert" worden seien. 

Dennoch: Prinz Charles schaut optimistisch in die Zukunft

Jedoch berücksichtige hier niemand die "versteckten Kosten" der modernen industriellen Landwirtschaft, kritisiert der 72-Jährige. Hier nennt der Prinz Schäden an Böden sowie Wasserläufen und die Emissionen, die zum Klimawandel beitragen. "Wir müssen die Natur wieder in den Mittelpunkt stellen", fordert er deshalb. Geschehe dies nicht, untergrabe der Mensch die Natur als wahre Quelle des Wohlstands. "Wie wir Lebensmittel produzieren, hat einen direkten Einfluss auf die Fähigkeit der Erde, uns zu ernähren, was sich direkt auf die menschliche Gesundheit und den wirtschaftlichen Wohlstand auswirkt."

Dennoch ist der Prinz optimistisch, "dass ein Übergang zu nachhaltigeren Formen der Landwirtschaft möglich ist". Denn hier würden prominente Menschen wie der Koch Jamie Oliver sowie der Fußball-Nationalspieler Marcus Rashford helfen, das britische Ernährungssystem "vom Feld bis zum Teller" umzukrempeln. 

Mit Material von dpa
imago0047543272h.jpg
Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Hitze im Schweinestall vermeiden
  • Marktübersicht Teleskop- und Teleskopradlader
  • Futtermittelhygiene-Verordnung: Wichtiges zur Registrierung

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen