Rollifahrerin vor Gemüseregal
Christine Gehle, LWK Niedersachsen | am

Ratgeber: Einkaufen als Vergnügen für alle

Enge Laufwege, dezentes Licht – was für viele Kunden gemütlich wirkt, schränkt für andere das Einkaufsvergnügen ein. Wir sagen Ihnen, wie Sie im Hofladen Barrieren abbauen, um neue Käuferschichten zu gewinnen.

Viele Verbraucher schätzen kleine Hofläden – diesen Trend hat die Corona-Pandemie verstärkt. Doch nicht alle Menschen können ihren Einkauf uneingeschränkt genießen. Kognitive, sensorische oder motorische Einschränkungen können dazu führen, dass ihre Teilhabe nur noch teilweise möglich ist. So brauchen Rollstühle und Rollatoren mehr Platz beim Einkaufen. Aber auch volle Taschen, ein Kinderwagen oder der derzeit vorgeschriebene Mundschutz können den Einkauf erschweren. So macht es Sinn, sich zeitweise die Frage zu stellen, was diese Zielgruppe benötigt.

Barrierefreiheit versus barrierearm

Eine komplette Barrierefreiheit lässt sich vor allem in Altbauten meistens nicht erreichen. Da hierfür sehr strenge DIN-Normen gelten, spricht man häufig von barrierearm. Dies kann durch bauliche Maßnahmen (beispielsweise Vergrößerung der Eingangstür), durch Ausstattungsveränderung, wie eine Änderung des Bodenbelags oder durch den Einsatz von Hilfsmitteln (beispielsweise eine bewegliche Rampe) hergestellt werden.

Ein Hofladen ohne Hindernisse

Ein entspannter Einkauf fängt mit einer entspannten Anfahrt an. Der Parkplatz sollte gut beschildert sein und ein ebener Untergrund einen sicheren Gang zum Eingang ermöglichen. Die Eingangstür sollte schwellenlos erreichbar sein und mindestens eine Breite von 90 cm haben. Ist der Eingang nicht stufenlos erreichbar sein, sollte eine Rampe vorhanden sein.

Rutschfester Boden und automatisch öffnende Türen

Schicke Glasflächen können für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen zum Hindernis werden, entsprechende Flächen sollten deutlich markiert werden. Türen, die automatisch öffnen bieten den zusätzlichen Vorteil, dass auch schwer bepackte Kunden einfach herein und herauskommen. Der Bodenbelag sollte rutschfest sein und nicht spiegeln, dies führt zu optischen Irritationen. 

Große Schrift oder Lupe am Einkaufswagen

Eine ideale Griffhöhe liegt zwischen 1 m und 1,40 m Höhe. Die Preisauszeichnung sollte möglichst groß und verständlich geschrieben sein, sollte der Platz an dem Regal dies nicht zulassen, so können Lupen am Einkaufswagen Abhilfe schaffen. 

Qualität "Generationsfreundliches Einkaufen"

Seit 2010 gibt es das deutschlandweise Qualitätskennzeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“. Das Zeichen zertifiziert Einkaufsstätten und möchte so auf die unterschiedlichen Ansprüche der Kundengruppen aufmerksam machen. Niemand möchte gerne auf seine alltäglichen Begegnungen und Besorgungen verzichten und ständig darauf hingewiesen werden, alt oder krank zu sein. Alle Kundengruppen mögen es bequem und gut durchdacht und honorieren ein positives Einkaufserlebnis mit wiederkehrenden Besuchen!

Weitere Tipps für einen barrierearmen Hofladen finden Sie in Heft 43/2020 der aktuellen LAND & FORST und in der digitalen Ausgabe.

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