Lueneburg_Innenstadt

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Kristina Wienand | am

Regionale Produzenten in Lüneburger Heide profitieren auch in Krise

Die regionalen Produzenten in der Lüneburger Heide profitieren seit Corona vom weiterhin gut laufenden Inlandstourismus. Ob Gin, Bier oder Kaffee - Weitgereiste schätzen den Aufwand und zahlen dafür.

Viele regionale Produzenten in der Lüneburger Heide haben sich zusammengeschlossen und trotzen auch den Krisen während der Corona-Zeit und der Ungewissheit um Energiepreise.

Idee der Heide wird transportiert

„Wir spüren keine Kaufzurückhaltung, wir Locals haben überhaupt kein Problem“, sagt Gerhard Bosselmann aus Egestorf.

„Wir transportieren die Idee der Heide und haben Zeit für die Leute“, erklärt der studierte Landwirt, der sich von seinen Bäckereien in Hannover getrennt hat und Gin herstellt.

„Die Menschen sehnen sich nach Geborgenheit und Authentizität, das transportieren wir mit unseren Produkten.“

Geschenke unter dem Weihnachtsbaum

Natururlauben schauen dann nicht so auf den Preis

Bei Instagram und Facebook sind die Heide-Produzenten als locals.lueneburgerheide verbunden. „Sie treffen den Puls der Zeit, es geht um eine Idee, eine Philosophie“, sagt der Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, Ulrich von dem Bruch. Traditionelle Produkte würden mit modernem Ansatz hergestellt. Authentische Naturprodukte, die die Region hergibt, liefen bestens.

Viele Natururlauber würden dann nicht auf den Preis schauen. Interessenten für regionale Produkte kämen vielfach aus Hamburg und von weiter her. „Wir brennen für ein Lebensgefühl und sind nicht der hundertste Gin-Anbieter“, sagt Bosselmann.

Die Weihnachtsedition lagert bereits in besonderen kleinen Fässern der Mini-Destillerie. „Es weihnachtet sehr“, sagt er. Jetzt, im November, wird die Spirituose abgefüllt und verschickt.

Bosselmann: Der Absatz stimmt

Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der Absatz verdoppelt, eine Zahl gibt Bosselmann nicht an. Auf Masse komme es ihm nicht an, schließlich müsse er die Flaschen alle selbst etikettieren und verschicken. „Der Wacholder wächst langsam und wir sind in der Heide nicht so hektisch.“

Aktiv im Netz sind auch die Heideschwaben, die seit zwei Jahren in Embsen bei Lüneburg Maultaschen produzieren und vertreiben. Beim Aufbau der Marke habe die lokale Vernetzung geholfen: „Es hat viel gebracht, auch der Austausch“, sagt Geschäftsführerin Melanie Witte. „Wir haben ähnliche Erfolge und Probleme.“

Von der Grünkohl-Bregenwurst-Maultasche bis zur Heidschnucken-Maultasche produziert Witte derzeit für die Weihnachtszeit vor. Der Vertrieb läuft über Hofläden oder online. 

Mit Material von dpa
Immer mehr Verbraucher wollen Bio-Produkte kaufen. Doch das Angebot aus heimischer Produktion hält mit der Nachfrage nicht Schritt.

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