Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.
Ellen Hartmann | am

So geht es weiter mit dem Investitionsprogramm Landwirtschaft

In einem Schreiben an die Landwirtschaftsverbände des Bundes und der Länder erklärt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, wie es mit dem Investitionsprogramm Landwirtschaft weitergehen soll.

So heißt es in dem Schreiben, dass das Investitionsprogramm Landwirtschaft laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gut vorankomme und es mittlerweile rund 5.500 Bewilligungen mit einem Zuschussvolumen von 191 Millionen Euro gegeben habe. Dabei seien knapp 36 Millionen Euro an landwirtschaftliche Unternehmen gezahlt worden. 

Wie geht es weiter?

"Ich kann gut nachvollziehen, dass die Landwirtinnen und Landwirte wissen wollen, wie es nun weitergeht", so Julia Klöckner in ihrem Brief. Nach Angaben der Ministerin soll die Landwirtschaftliche Rentenbank im September 2021 "mindestens 500 weitere Unternehmen nach dem vorhandenen Reihungsverfahren auffordern, einen Antrag auf Förderung zu stellen". "Ich gehe davon aus, dass dann bereits fast die Hälfte aller Unternehmen, die ihr Interesse an einer Förderung für 2021 bekundet haben, berücksichtigt werden konnten", so die Politikerin. 

Teil der Bewilligungen wird in 2022 übertragen

"Bedingt durch die weiterhin bestehenden Lieferschwierigkeiten (u. a. Mikrochipmangel) der Maschinenhersteller wird ein Teil der für 2021 ausgesprochenen Bewilligungen in das kommende Jahr zu übertragen sein", erklärt die Ministerin. "Wir haben den betroffenen Landwirten die Zusicherung gegeben, dass dies möglich sein wird!" Jedoch bedeute dies mit Blick auf bisher nicht berücksichtigte Interessentinnen und Interessenten nicht, dass jeweilige Interessenbekundungen verfallen würden.

Weiter heißt es von Klöckner: "Die Erfahrungen aus den Startphasen der zurückliegenden Legislaturperioden lassen uns Regelungen zur vorläufigen Haushaltsführung für 2022 erwarten, die es zulassen werden, dass die landwirtschaftliche Rentenbank bereits Anfang 2022 weitere Aufforderungen zur Antragstellung versenden und dabei die Interessenbekundungen und die daraus folgende Reihung von Ende April 2021 weiter nutzen kann." Eine endgültige Klarheit, ob dies möglich sei, komme wahrscheinlich im Dezember 2021. 

Klöckner zeigt sich zuversichtlich

Zusätzlich schreibt die CDU-Politikerin, dass wahrscheinlich ein neues Interessenbekundungsverfahren gestartet werde, wenn der Haushalt für 2022 durch den neuen Bundestag beschlossen sei. Hier geht Klöckner davon aus, das dies im Frühjahr 2022 feststehen werde. Allerdings betont sie erneut, "dass das von dieser Bundesregierung aufgelegte Investitionsprogramm Landwirtschaft auf vier Jahre bis zum Jahr 2024" angelegt sei. "Die entsprechenden Mittel sind in der Finanzplanung des Haushaltes vorgesehen!", macht Klöckner deutlich. "Mit den bereits bewilligten 191 Millionen Euro sind somit bisher weniger als ein Viertel der von uns insgesamt zur Verfügung gestellten Mittel vergeben." 

Klöckner sei weiterhin zuversichtlich, dass ein "Großteil der Investitionswünsche aus der Landwirtschaft in den Bereichen Maschinen für die umweltfreundliche Ausbringung von Wirtschaftsdünger und Pflanzenschutzmitteln, Lagerstättenerweiterung für Wirtschaftsdünger und Separierungsanlagen" genutzt werden könne. 

Mit Material von bmel
N-Düngunmg Agravis.JPG
Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Die Zuckerrübenernte ist gestartet!
  • Vorstellung der Waldstrategie 2050
  • Kartoffelfeldtag in Dorstadt: Anbauverfahren und Pflanztechnik
  • Digitalisierung im Kuhstall

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen