Bauarbeiter stehen an SuedLink Baugrube

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Christel Grommel | am

SuedLink strapaziert die Nerven der Landwirte

Beim Leitungsnetzausbau SuedLink dauert es einfach zu lange. Das Landvolk will sich an Tennet und TransnetBW wenden.

"Die gesamte Bundesfachplanung hat sich schon um über ein Jahr verzögert. Deshalb werden wir Tennet und TransnetBW weiterhin auffordern, die berechtigten Interessen der Landwirte und Flächeneigentümer noch stärker zu berücksichtigen. Auch die Politik muss endlich wahrnehmen, dass das 2019 beschlossene Netzausbaubeschleunigungsgesetz bisher wenig zur Befriedung und zur Beschleunigung des Netzausbaus beigetragen hat", so Landvolk-Vizepräsident Dr. Holger Hennies. Er ist enttäuscht von der "Verzögerungs- und Hinhaltetaktik" der Energieriesen.

Nach wie vor sei die Bundesfachplanung, also das Raumordnungsverfahren, zur Festlegung des einen Kilometer breiten Trassenkorridors im Abschnitt B noch nicht abgeschlossen. Mit einer Entscheidung sei frühestens im ersten Quartal 2021 zu rechnen. 

Bodenschutz ist essentiell

Mit diesem Tempo werde Deutschland es nie schaffen, seine gesteckten Klimaziele zu erreichen, befürchtet Hennies. Der Bodenschutz sei für Landwirte, die von der Trasse betroffen sein werden, besonders wichtig. "Niemand hat auf unseren Binnenlandstandorten Erfahrung mit Erdverkabelung, die Frage der Erwärmung der Erdkabel ist ungeklärt. Deshalb wird Tennet nun endlich, wie wir von Anfang an gefordert haben, die Auswirkungen der Erdverkabelung auch in unserem Verbandsgebiet testen", berichtet Hennies. Neben der Fläche bei Göttingen werde es noch zwei weitere Testflächen in der Region Hannover sowie eine im nördlichen Niedersachsen geben.

Es gibt aber auch Positives: Hennies begrüßt, dass Tennet bereit sei, die Forderung des Landvolks nach strengem Bodenschutz zu erfüllen. "Wir erwarten, dass Erkenntnisse aus dem Leitungsbauvorhaben Wahle-Mecklar Eingang in das Leitungsbauvorhaben SuedLink finden. Etwaige Schwachstellen im Bundesfachplanungskonzept sind zwingend im Planfeststellungsverfahren auszubessern. Auch ein neutrales Monitoring der Folgeschäden muss gewährleistet sein", fordert Hennies für Niedersachsens Landwirte. Hennies wird Anfang Dezember auf Bundesebene an den weiteren Verhandlungen mit Tennet und TransnetBW teilnehmen.

Mit Material von Landvolk Niedersachsen

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