Schweine im Schweinestall

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Josef Koch | am

SVLFG zahlt Soforthilfe an 42.000 Landwirtschaftsbetriebe aus

Sozialversicherung zahlt Anpassungshilfen in der kommenden Woche an etwa 42.000 Betriebe aus.

Die Anpassungsbeihilfe für landwirtschaftliche Betriebe zur Abmilderung insbesondere hoher Energiekosten infolge des Ukraine-Krieges wird in der kommenden Woche ausbezahlt.

Wie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) auf Anfrage mitteilte, kommen rund 42.000 Betriebe in den Genuss von jeweils maximal 15.000 €. Insgesamt überweist die SVLFG 134,9 Mio. €.

Der Rest der zur Verfügung stehenden 180 Mio. € soll bis zum Jahresende über die sogenannte Kleinbeihilfe ausgereicht werden. 120 Mio. € kommen dabei aus dem nationalen Haushalt, 60 Mio. aus Brüssel.

Soforthilfen gehen vor allem an Schweinehalter

Über die Hälfte der Soforthilfe von 134,9 Mio. € (52,9 %) gehen an Schweinehalter, während Milchviehhalter leer ausgehen.

Während die Anpassungsbeihilfe ohne Antrag bewilligt und ausgezahlt wird, müssen für die Kleinbeihilfe Anträge bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gestellt werden. Über die Details dazu will die BLE bis Mitte Oktober informieren. Die Kleinbeihilfe sollen von dem Energiepreisanstieg besonders betroffene Betriebe unterstützt werden, die 2021 keine Greening-Prämien erhalten haben.

So verteilen sich die Zahlungen

Nach SVLFG-Angaben verteilt sich die Anpassungshilfe wir folgt:

  • knapp 58 Mio. € für Sauenhalter. Das entspricht rund 43 % der zur Verfügung stehenden Mittel. Die Beihilfe erhalten rund 7750 sauenhaltende Betriebe. Der durchschnittliche Betrag liegt bei knapp 7500 € je Betrieb.
  • 13,4 Mio. € gehen an etwa 19 000 Mastschweinehalter. Der Durchschnittsbetrag beläuft sich hier auf 705 € je Betrieb.
  • 12,7 Mio. € erhalten etwa 2000 Betriebe mit Masthühnerhaltung. Pro Betrieb entspricht dies rund 6359 €. Die 985 Betriebe mit Mastputen bekommen im Schnitt 6 190 €.
  • 10,7 Mio. € gehen an rund 2200 Betriebe mit Freilandgemüseanbau von der Anpassungsbeihilfe. Im Durchschnitt sind das gut 4800 € je Betrieb.
  • 7,7 Mio. € bekommen ca. 2740 Anbauer von Frischgemüse, pro Betrieb sind dies 2800 € im Schnitt.
  • 4,7 Mio. € entfallen auf etwa 3500 Unternehmen mit Intensivgemüse. Pro Betrieb sind dies durchschnittlich 1330 €.
  • 5,1 Mio. € gehen an gut 1655 Spargelanbauer. Sie erhalten im Schnitt gut 3000 €.
  • 4,7 Mio. € sind für den Baumobstbau vorgesehen. Rund 5440 betroffene Betriebe bekommen im Schnitt etwa 860 €.
  • 3,7 Mio. € erhalten ca. 4.880 Weinbaubetriebe, im Schnitt also 760 €/Winzer.
  • 2,3 Mio. € gibt es für 3.265 Betriebe mit Beerenobstanbau (704 €/Betrieb) und
  • rund 2,5 Mio. € bekommen 1000 Hopfenanbauer (2500 €/Betrieb).
Mit Material von AgE

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