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Norbert Lehmann | am

Umsatzsteuerpauschale für Landwirte soll erneut sinken

Das Bundesfinanzministerium plant offenbar eine erneute Absenkung des pauschalen Umsatzsteuersatzes für Landwirte.

Ab dem 1. Januar 2023 soll der Pauschalsteuersatz von 9,5 auf 9,0 Prozent sinken. Das plant nach Informationen der Steuerberatung Ecovis das Bundesfinanzministerium. Durch eine Neuregelung der Umsatzsteuerpauschalierung für Land- und Forstwirte ist das Finanzministerium gehalten, die Höhe des Pauschalsatzes jährlich anhand der tatsächlichen Steuerbelastung zu überprüfen. Dieses gesetzlich vorgeschriebene Monitoring der Umsatzsteuerpauschalierung hat nun ergeben, dass die Besteuerung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe anhand des pauschalen Durchschnittssatzes zum 1. Januar 2023 erneut anzupassen ist, und zwar durch eine Senkung der Pauschale um 0,5 Prozentpunkte. Das verringert die Einnahmen der pauschalierenden Landwirte. „Dabei wurde dieser Steuersatz bereits von ursprünglich 10,7 Prozent zum 1. Januar 2022 auf 9,5 Prozent gesenkt“, erläutert Ecovis-Steuerberater Andreas Gallersdörfer.

Wie funktioniert die Umsatzsteuerpauschale?

Der Paragraph 24 des Umsatzsteuergesetzes regelt, dass Land- und Forstwirte ihren Umsatz pauschal mit Durchschnittssätzen besteuern können, wenn ihr Umsatz unter 600.000 Euro liegt. Die Durchschnittssätze liegen momentan

  • für landwirtschaftliche Erzeugnisse bei 9,5 Prozent,
  • für alkoholische Getränke bei 19 Prozent und
  • für forstwirtschaftliche Erzeugnisse bei 5,5 Prozent

vom Nettopreis.

Pauschalierende Landwirte nehmen die Umsatzsteuer als Mehrwertsteuer ein. Sie müssen sie nicht an das Finanzamt abführen, sondern dürfen diese behalten. Im Gegenzug müssen diese Betriebe die Umsatzsteuer selbst tragen, die sie beim Einkauf von Waren oder Dienstleistungen zahlen. Somit ist die Vorsteuer mit dem Steuersatz pauschal abgegolten, auch wenn im Einkauf tatsächlich höhere Steuersätze von 19 oder 7 Prozent anfallen.

Mit Material von Ecovis
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Was bedeutet die Änderung für die Betriebe?

Im Rahmen des Achten Verbrauchsteuergesetzes soll der pauschale Umsatzsteuersatz um 0,5 Prozentpunkte auf 9,0 Prozent reduziert werden. „Noch ist die Absenkung des Pauschalsteuersatzes nur in Planung. Doch das Gesetzgebungsverfahren wurde nach unseren Informationen bereits eingeleitet und wir rechnen mit der Umsetzung“, sagt Gallersdörfer. Es sei jedoch damit zu rechnen, dass sich die Verbände dagegen wehren werden.

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