Umsatzsteuerpauschalierung - Traktor auf Acker, im Vordergrund stecken Geldscheine in der Erde
Christel Grommel | am

Umsatzsteuerpauschalierung: Bundestag verschiebt erneut

Der Bundestag hat die abschließende Beratung des Jahressteuergesetzes 2020 in dieser Woche erneut von der Tagesordnung gestrichen. Jetzt wird es knapp.

Für Deutschland wird es damit in Sachen Umsatzsteuerpauschalierung zeitlich immer enger, noch rechtzeitig eine Anpassung der Regelung in Einklang mit den Vorstellungen der Europäischen Kommission auf den Weg zu bringen. Damit das Jahressteuergesetz 2020 noch zum Jahreswechsel in Kraft treten kann, muss es in der zweiten Dezemberwoche erneut auf die Tagesordnung gesetzt werden, die Länderkammer könnte nach Verabschiedung dann am 18. Dezember zustimmen. 

Mit dem Jahressteuergesetz hätte eine neue Umsatzgrenze von 600.000 Euro Eingang ins Steuerrecht finden sollen, ab der landwirtschaftliche Betriebe zur Regelbesteuerung wechseln müssen.

Diese Summe bezieht sich auf die Gesamtumsätze des Unternehmers, beinhaltet also beispielsweise auch Einnahmen aus Lohnunternehmerdienstleistungen und der Erzeugung von erneuerbarem Strom. Bundesweit dürfte diese Umsatzschwelle von rund 20.000 landwirtschaftlichen Betrieben überschritten werden.

Die bisherige Regelung sieht vor, dass alle landwirtschaftlichen Betriebe für die von ihnen verkauften Produkte und erbrachten Dienstleistungen einen pauschalen Mehrwertsteuerbetrag in Rechnung stellen können. Dieser beträgt für die landwirtschaftlichen Umsätze 10,7 %. Allerdings dürfen die Landwirte keinen Vorsteuerabzug geltend machen.

Die EU hatte im Februar Klage gegen Deutschland eingereicht - Vorwurf ist, dass die Pauschalregelung in unzulässiger Weise auch Eigentümern großer landwirtschaftlicher Betriebe ermöglicht wird.

Mit Material von ISN

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