Auf einem Feld wachsen kleine Maispflanzen in Reih und Glied.
Ellen Hartmann | am

Umstellung auf Ökolandbau weiter gefragt

Laut dem Deutschen Bauernverband (DBV) bleibt die Zahl der Landwirtinnen und Landwirte, die ihre Betriebe ökologisch bewirtschaften möchten, stabil.

Viele Bäuerinnen und Bauern würden demnach eine Umstellung auf den Ökolandbau prüfen, so der DBV. Das aktuelle Konjunkturbarometer von Dezember 2020 zeige: 17,2 Prozent der Landwirte überlegen, zu wechseln. Im Vorjahr waren das allerdings noch 18,4 Prozent. Grundsätzlich ist also zu sagen, dass die Nachfrage leicht zurückgegangen ist. Dennoch haben bereits einige Betriebe zum Ökolandbau gewechselt: Waren es 2019 noch 8,5 Prozent, lag die Zahl der Öko-Betriebe im vergangenen Jahr bereits bei neun Prozent.

Preisniveau muss gesichert sein

Abgenommen habe das Interesse, so der DBV, allerdings bei tierhaltenden Betrieben: Im Futterbau von 21,4 Prozent (2019) auf 19,7 Prozent (2020) und bei den Veredelungsbetrieben von 14,2 Prozent auf 11 Prozent. Ackerbaubetriebe können sich hingegen öfter vorstellen, den Betrieb ökologisch zu bewirtschaften. Die Zahlen stiegen von einem Prozent auf 17,2 Prozent.

"Mit mehr als 20 Prozent Flächenanteil hat die Politik für den Ökolandbau in den nächsten Jahren ambitionierte Ziele", sagt Hendrik Wendorff, DBV-Öko-Beauftragter und Brandenburger Bauernpräsident. Dennoch hält er die Ziele für möglich, sollte der Markt mitziehen. "Welche Bäcker- oder Handelsketten gehen nun beispielhaft voran und stellen ihr Brot- und Brötchensortiment komplett auf heimischen Öko-Roggen um?", fragt sich Wendorff. "An uns Bauern wird es nicht scheitern, wenn der Markt unsere heimischen Öko-Produkte aufnimmt." Die Bauern würden erst umstellen, wenn die Vermarktung und damit das Öko-Preisniveau gesichert sei.

Öko-Rohstoffauskommen deckt inländische Nachfrage

Da in den letzten sechs Jahren zahlreiche Landwirte/innen ihre Höfe umgestellt haben, reiche das deutsche Öko-Rohstoffaufkommen schon jetzt aus, um die inländische Nachfrage nach Öko-Getreideprodukten, Milch und Rindfleisch zu decken. Jedoch werden in Deutschland derzeit knapp 30 Prozent des Öko-Milchverbrauchs importiert, obwohl deutsche Milchviehbetriebe auf der Umstellungswarteliste der Molkereien stehen.

Mit Material von DBV
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