Großtechnische Umwandlung von CO2 zu Biomethan möglich - das fanden Forscher einer dänischen Universität heraus.

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Christel Grommel | am

Umwandlung von CO2 zu Biomethan möglich

Forscher der Universität Süddänemark (SDU) haben eine Technik entwickelt, die CO2 in großem Maßstab in Biomethan umwandeln kann.

Im Rahmen einer Großstudie wurde ein großtechnisches Modell entwickelt, mit Hilfe dessen verunreinigtes CO2 aus Biogasanlagen in Biomethan umgewandelt werden kann. Herzstück der Anlage ist ein biologischer Rieselbettreaktor, der wenig Energie verbraucht und umweltfreundlich arbeitet. Die Umwandlung geschieht mit Hife von Mikroorganismen.

Große Demoanlage wird gebaut

Doktorand Brian Dahl Jønson begann klein und baute dann größere Reaktoren bis hin zu 1.000-Liter-Pilotreaktoren. Diese wurden in eine großtechnische Biogasanlage integriert. Nun wird eine große Demoanlage bei Glansager Biogas in Sønderborg gebaut, die laut Dahl Jønson dreimal 400 m3 groß sein wird. Er hält es für möglich, diese Technologie auch an anderen Orten als Biogasanlagen einzusetzen und hob hervor, dass die neue Technologie sehr gute Aussichten für das Klima biete. Sie werde sich aber nur dann durchsetzen, wenn es einen wirtschaftlichen Anreiz gebe, sie zu verwirklichen.

Anlagenbetreiber investieren nicht

Die Investitionsbereitschaft von Biogasanlagen-Betreibern liegt jedoch momentan auf Eis. Laut Fachverband Biogas wurden wegen der drohenden Erlösabschöpfung in diesem Jahr rund 400 Millionen Euro nicht investiert. Für 2023 wird sogar ein noch größerer Investitionsstau erwartet. Die Branche sei durch die angekündigte Abschöpfung von Erlösen aus der Stromerzeugung extrem verunsichert, ergab eine Umfrage des Fachverbandes Biogas (FvB). Die angekündigte Gewinnabschöpfung gleiche einer „Holzhammermethode“; sie sei „keine Chance, sondern ein Schritt zurück“, so der FvB-Vizepräsident Christoph Spurk. Laut FvB-Verbandspräsidenten Seide sei es unter den aktuell diskutierten Vorgaben für Betreiber von Biogasanlagen ökonomisch sinnvoller, keinen Strom zu erzeugen, da neben der allgemeinen Inflation auch die Substratpreise gestiegen seien und somit die Kosten für die Stromproduktion.

Mit Material von AgE
Robert-Habeck-Energiewende

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