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Kristina Wienand | am

Verändertes Konsumverhalten ist Herausforderung für Hofläden

Sprit, Heizen, Lebensmittel: Die Preise steigen und das Leben ist für die Verbraucher teurer geworden. Sie konsumieren preisbewusster. Das spüren nun auch die Hofläden und Direktvermarkter.

Der Lebensmittelkonsum und das Kaufverhalten der Menschen ändern sich gerade - vor allem wegen der Inflation, also der Teuerungsrate. Das ist nach Ansicht von Prof. Ludwig Theuvsen, Staatssekretär des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, eine Herausforderung für die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte.

Auch in Hofläden sei die nachlassende Kaufbereitschaft zu spüren, erklärte Theuvsen jetzt bei dem gemeinsamen Fachgespräch zu regionaler Vermarktung und Wertschöpfung. Das Gespräch veranstalteten das Agrarressort und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) gemeinsam in Göttingen. Eingeladen wurde dazu im Rahmen des Maßnahmenpakets „Stadt.Land.Zukunft“.

Spargel und Erdbeeren nicht mehr so begehrt?

Das geänderte Kaufverhalten sehe man beispielsweise an der zurückgegangenen Nachfrage nach Spargel und Erdbeeren. „Ich beobachte diese Entwicklung mit Sorge, denn es ist gut, wenn sich Kunden und Erzeuger kennen“, betonte Staatssekretär Theuvsen.

Das trage zum gegenseitigen Verständnis bei. Denn „nur miteinander, nicht gegeneinander bringen wir das Agrarland Nummer eins voran“.

Niedersachsen ist bei vielen Produkten „Marktführer in Deutschland". Aus unserem Bundesland kommen fast die Hälfte der deutschen Kartoffeln, zwei Drittel der Masthühner und es werden knapp 60 Prozent der Heidelbeeren hierzulande erzeugt.

Hacken von Holz mit einer Axt

Unterstützung für Öko-Modellregionen

Theuvsen hob hervor, dass sich die Landesregierung sehr engagiert, um regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken. Es werde an verschiedenen Stellen angesetzt, zum Beispiel über die Öko-Modellregionen. Niedersachsen hat bisher sieben Öko-Modellregionen: Zu den etablierten in Holzminden, Goslar, Uelzen und Hannover sind mittlerweile noch Hameln, Oldenburg und das Gebiet des Zweckverbandes Erholungsgebiet Hasetal dazugekommen.

Ziel einer Öko-Modellregion ist, den regionalen Anteil ökologisch wirtschaftender Betriebe zu erhöhen. Das betrifft zum einen die landwirtschaftliche Produktion, aber auch die Bereiche Verarbeitung, Vermarktung bis hin zur Gemeinschaftsverpflegung in öffentlichen Einrichtungen und Kantinen. Der Fokus liegt dabei auf kommunalen und regionalen Strukturen und Netzwerken.

Mit Material von AgE, Nds. Agrarministerium
Holzpellets - der Preis steigt

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