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Kristina Wienand | am

Verbraucherschützer: Mieten von Photovoltaikanlage gut überlegen

Im Moment bieten viele Firmen an, dass Kunden sich Photovoltaikanlagen inklusive Aufbau und Wartung mieten. Doch lohnen sich diese Angebote wirklich? Und falls ja: für wen?

Seit Beginn des Ukrainekrieges sind Energie und -preise für viele Menschen ein Thema. Die Branche spürt in den vergangenen Wochen das starke Interesse für Solardächer für Eigenheime, heißt es vom Bundesverband Solarwirtschaft. Bevor sie eine eigene Photovoltaikanlage installieren, sollten sich Hausbesitzer allerdings überlegen: kaufen oder mieten?

Verlockende Angebote

Viele Firmen und regionale Energieanbieter werben nun verstärkt mit auf den ersten Blick attraktiven Angeboten. Statt 7000 bis 20 000 Euro auf einmal für den Kauf einer PV-Anlage ausgeben, können sie schon ab 60 Euro pro Monat - bis etwa 200 Euro - gemietet werden.

Die Vertragslaufzeit läuft teilweise bis zu 25 Jahre lang. Wer mietet, bezahlt auch gleich Beratung, Installation, Versicherung, Überwachung und mögliche Reparaturen mit.

Warnung vor langfristig hohen Kosten

Doch das hat seinen Preis. "Mietmodelle für Photovoltaikanlagen kosten deutlich mehr als Kaufanlagen. Über den gesamten Zeitraum von meist 20 Jahren Vertragslaufzeit betrachtet, sind sie nicht selten etwa zwei- bis dreimal so teuer", schildert Sören Demandt, Energieexperte bei der Verbraucherzentrale NRW, gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Anlage am Ende komplett übernehmen?

Typisch für Mietverträge sind die langen Laufzeiten von meist 15 bis 25 Jahren, wie es von der Verbraucherzentrale NRW heißt. Bestandteil vieler Mietverträge ist demnach zwar auch die Möglichkeit die Anlage nach Ende der Vertragslaufzeit kostenfrei zu übernehmen. Auch der vorzeitige Abkauf der Anlage und damit ein Ausstieg aus dem Mietverhältnis wird häufig angeboten – jedoch sind in diesem Fall die Kosten bedeutend höher als beim direkten Kauf einer Anlage.

Photovoltaikanlage-Photovoltaik-Haus-Wohnhaus

Tipp: Vorher prüfen und rechnen

Im Vertrag seien häufig Regelungen versteckt, die den Mieter benachteiligen, warnt auch Sascha Beetz, Referent für Klimaschutz und Nachhaltigkeit von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Deshalb sollte, wer sich für eine gemietete Photovoltaikanlage interessiert, verschiedene Angebote einholen, vergleichen oder prüfen lassen. Das können zum Beispiel Klimaschutzmanager oder Energieberater machen. 

Batteriespeicher macht Anlage lohnenswerter

Generell gilt bei PV-Anlagen aus wirtschaftlicher Sicht: Sie lohnen sich vor allem, wenn man den Strom selbst verbraucht. Die Kilowattstunde (kWh) Strom liegt bei Neuverträgen im Durchschnitt bei 36 Cent, Strom vom eigenen Dach kostet je nach Anlage hingegen nur zwischen 9 und 13 Cent pro kWh.

Tipp 1: Noch effizienten sind die Photovoltaik-Anlagen mit einem Batteriespeicher für die Sonnenenergie.

Tipp 2: Die bundeseigene Förderbank KfW unterstützt den Kauf von Photovoltaikanlagen mit zinsgünstigen Darlehen.

Mit Material von PM, NOZ, dpa
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