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Cornelia Krieg | am

Wenig Rente – so sorgen Frauen besser fürs Alter vor

Wussten Sie, dass Frauen in Niedersachsen im bundesweiten Vergleich die niedrigste Rente bekommen? Höchste Zeit für mehr Vorsorge.

Kindererziehung, Pflege, und Hausarbeit - Frauen leisten besonders viel unbezahlte Arbeit. Dass sie deshalb besonders oft in Teilzeit arbeiten und bei der Rente Abstriche machen müssen, leuchtet ein. Frauen in Niedersachsen erhalten im Vergleich aller Bundesländer die niedrigste Rente von der Deutschen Rentenversicherung ausgezahlt. Für mehr Geld im Alter lässt sich aber an einigen Stellschrauben drehen.

Augen auf bei der Berufswahl

Viele Frauen verdienen schlechter als Männer, weil sie in schlechter bezahlten Branchen arbeiten, in denen niedrige Gehälter ­gezahlt werden. Also gilt: Augen auf bei der Berufswahl! Vor allem aber ist Teilzeit für ihre geringeren Einkünfte verantwortlich.Stocken Sie also, wenn es geht, Ihre Stunden auf. Das seit 1. Januar geltende Brückenteilzeitgesetz macht die Rückkehr in die vorherige Arbeitszeit leichter.

Klären Sie spätestens ab Ihrem 40. Lebensjahr ihre Rentenansprüche durch eine Beratung bei Ihrer Rentenversicherung. Wenn klar ist, dass Sie später auf die Grundsicherung im Alter angewiesen sind, dann setzen Sie bei ihrer weiteren Altersvosorge auf Renten, denn hier gelten Freibeträge und das Sozialamt rechnet sie nicht auf die Grundsicherung an.

Früh mit Vorsorge beginnen

Nach Ausbil­dung oder Studium ist ein guter Zeitpunkt, um mit dem Sparen zu beginnen. Auch kleine Raten bewirken etwas - hier hilft der Zinsesszinseffekt. Durch Aufteilen der Sparrate in Tagesgeld und einen Sparplan mit Aktien-Indexfonds (ETF) lässt sich langfristig Vermögen aufbauen.

Für Frauen mit Kindern, die Teilzeit arbeiten oder generell ein niedriges Einkommen haben, fahren generell mit einer Riester-Vorsorge gut. Nicht wegen der guten Rendite, sondern wegen der Zulagen.

Nicht auf die Rente des Partners zählen

Wer der Familie zuliebe länger im Beruf zu­rücksteckt, bezahlt das mit den eigenen Rentenansprüchen. Bleiben die Partner zusammen, teilen sie ihr Alterseinkommen und es gibt kein Problem. Denken Sie aber daran, dass jede dritte Ehe heutzutage geschieden wird. Arbeiten Sie für die Familie weniger im Job, legen Sie in guten Zeiten ­einen Ausgleich per Ehevertrag fest.

Heiraten Sie und Ihr Partner nicht, sind Vereinbarungen noch wichtiger. Handeln Sie dafür einen Partnerschaftsvertrag aus und vereibaren Sie dort eine Ausgleichszahlung, zum Beispiel in Form einer privaten Rentenversicherung, in die Ihr Partner für Sie einzahlt.

 

 

 

Mit Material von Finanztest
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