Kinder in einer Schule schauen in ein Buch

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Christel Grommel | am

Falsche Darstellung von Landwirtschaft in Schulbüchern

Informationen über die Landwirtschaft sind in Schulbüchern nicht immer richtig dargestellt. Viele Eltern aus der Landwirtschaft sind darüber wütend - und können sich Gehör verschaffen.

Romantisierende Darstellungen, die nichts mit moderner Landwirtschaft zu tun haben oder auch falsche Informationen zu Lebensmitteln und wie sie erzeugt werden finden sich teilweise in Schulbüchern. Wenn diese im Unterricht eingesetzt werden, können Eltern dagegen Widerspruch einlegen und auch eine Korrektur erreichen.

Gegen falsche Informationen vorgehen

  • Die Lehrkraft ist der erste Ansprechpartner. Mit dieser kann in einem freundlichen Gespräch oft viel geklärt und erreicht werden. Zeigen Sie mit Material wie Text, Foto und Video auf, warum die Informationen in den Büchern falsch sind. 
  • Auch ein Gespräch mit der Schulleitung oder Elternvertretung kann weiterhelfen.
  • Die Schulbehörde ist ein weiterer Ansprechpartner. Auch hier ist es ratsam, Material als Gegenbeleg zu Falschinformationen zu haben. Fragen Sie, ob das Buch vom Landesbildungsministerium oder der Schulaufsichtsbehörde empfohlen wurde. 
  • Unterstützung gibt es beim Bauern- oder Landfrauenverband. 
  • Der Verlag selbst als Herausgeber kann auch kontaktiert werden. Hier ist es ebenfalls wichtig, Belege dafür zu haben, was im entsprechenden Buch falsch dargestellt ist. 

i.m.a. bietet Unterstützung

Auch der information.medien.agrar e.V. (i.m.a) bietet Unterstützung in Fällen von fehlerhaftem oder diskriminierendem Schulmaterial.

"Wenn die landwirtschaftliche Praxis in Schulbüchern falsch interpretiert wird, kritisieren wir das und bemühen uns um eine Korrektur", erklärte i.m.a-Pressesprecher Bernd Schwintowski. Werden Fehler an den i.m.a gemeldet, bemühen sich die Mitarbeiter um klärende Gespräche beim jeweiligen Herausgeber des Buches. Sie bieten den Schulbuchverlagen und deren Autoren Unterstützung bei der Recherche und der Fehlerkorrektur an. So sollen Falschdarstellungen in Neuauflagen verschwinden.

Zum "Welttag des Buches" am vergangenen Freitag (23.4.) hatte der i.m.a eine Aktion gestartet, bei der Bücher gesucht werden, in denen die Arbeit und das Leben der Bauernfamilien korrekt dargestellt werden und zugleich die Vielfalt der Landwirtschaft deutlich wird. "Wir sind an allen Büchern interessiert, in denen die Landwirtschaft weder falsch noch romantisierend, sondern einfach nur richtig dargestellt wird", so der Pressesprecher. Details dazu finden sich auf der Homepage der i.m.a.

Mit Material von AgE, agrarheute
Kinder machen Hausaufgaben am Tisch

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