Wald mit Weg
Christel Grommel | am

50. Welttag des Waldes - der Wald ist überlebenswichtig

Heute ist Internationaler Tag des Waldes. Dem Wald kommt als Ökosystem eine wichtige Bedeutung zu - "Wälder schützen und nachhaltig nutzen" ist daher auch der Leitsatz für diesen Tag.

Hinter diese Botschaft stellt sich auch Niedersachsens Forstministerin Barbara Otte-Kinast: "Der Wald ist für uns Menschen, für die Natur, aber auch für die heimische Forst- und Holzwirtschaft überlebensnotwendig."

Wälder filtern Luftschadstoffe, reinigen und speichern unser Trinkwasser. Sie halten den Boden fest, schlucken Lärm und schaffen ein angenehmes Regionalklima. Wälder sind Heimat verschiedenster Tier- und Pflanzenarten und bedeutender Erholungsraum für uns Menschen. Ein nachhaltig bewirtschafteter, wachsender Wald bindet jährlich bis zu acht Tonnen CO2 pro Hektar; dies entspricht der Pro-Kopf-Emission pro Jahr und Einwohner in Deutschland. 

Ökosystem Wald wird wichtiger

Mit dem Klimawandel nimmt das Ökosystem Wald noch an Bedeutung zu, denn Wälder tragen maßgeblich zur Kohlenstoffspeicherung bei. Sie sind daher ein entscheidender Faktor für die Stabilisierung des Klimas. 

Aber nur ein gesunder Wald könne diese vielfältigen und wichtigen Leistungen voll erbringen. Schäden in heimischen Wäldern sind zu einer Herausforderung geworden. Otte-Kinast plädiert daher dafür, eine langfristige Lösung zu finden, um Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer zu unterstützen. "Daher mache ich mich auf Bundesebene für eine langfristige Honorierung der Ökosystemleistungen der Wälder stark", so die Forstministerin.

Erhalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Auch AGDW-Präsident Hans-Georg von der Marwitz will die Klimaschutzleistung des Waldes in den Fokus nehmen. "Unsere Wälder sind von existenzieller Bedeutung als Sauerstofflieferant und Klimaschützer", sagte von der Marwitz. "Es handelt sich daher um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, unsere Wälder mit Blick auf die kommenden Generationen zu stabilisieren."

Daher sei eine Honorierung des Klimaschutzleistung des Waldes ein wichtiger Hebel, um Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter beim klimaresilienten Waldumbau zu unterstützen. Mittel, die aus der CO2-Bepreisung des Gebäude- und Verkehrssektors eingenommen werden, seien im Wald richtig angelegt.

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In den Waldumbau investieren

"Wald und Holz sind die besten Klimaschützer", sagte der Präsident. "Wer den Klimaschutz ausbauen und gleichzeitig CO2-Emissionen senken will, muss in den klimastabilen Waldumbau investieren."

Unterstützung erfährt er dabei laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov von drei Vierteln der deutschen Bevölkerung. 76 Prozent der Bevölkerung sprächen sich für eine dauerhafte Unterstützung des Waldes und seiner Bewirtschafter aus Mitteln des neuen Energie- und Klimafonds (EKF) aus.

Der Wald in Deutschland speichert rund 127 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. 93 Prozent der Befragten stufen ihn daher als wichtigen Baustein für den Klimaschutz ein.

Der Wald liegt den Deutschen am Herzen

Überhaupt lieben die Deutschen ihren Wald, stellte man in der Umfrage fest. Fast alle Erwachsenen in Deutschland (87 Prozent) verbringen gerne Zeit im Wald.

Fast drei Viertel (72 Prozent) sind mindestens alle drei Monate im Wald. Drei von zehn (29 Prozent) gehen sogar mindestens wöchentlich in den Wald. Beliebt ist dabei das Spazieren und Wandern. Tiere beobachten und Fahrrad fahren stehen weiter hinten auf der Liste der Waldaktivitäten. 

Um den Zustand des Waldes sorgt sich ein Großteil der Deutschen, 75 Prozent. 

In einer Pressemitteilung griff Julia Klöckner das Thema auf und betonte, dass alle Verantwortung für den Wald und seinen Zustand trügen. Sie forderte zu Achtsamkeit und Rücksichtnahme auf: "Jeder kann dazu beitragen, dass unser Wald gesund bleibt und dort, wo er geschwächt ist, wieder zu Kräften kommt." Müll gehöre nicht in den Wald und störe das sensible Ökosystem.

Mit Material von ML, BMEL, AGDW, dpa
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