Ein Wildschwein steht im Wald vor einem Zaun
Laura Schneider | am

ASP: Mecklenburg-Vorpommern plant Zäune an der Grenze zu Polen

Auch Mecklenburg-Vorpommern will nun an der Grenze zu Polen einen Schutzzaun gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) errichten.

Mecklenburg-Vorpommern plant nun offenbar doch einen Schutzzaun gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) an der Grenze zu Polen. Das berichtet der NDR unter Berufung auf die Ostsee-Zeitung. Nach Informationen von Agrarminister Till Backhaus (SPD) wird die Möglichkeit, temporäre Wildschutzbarrieren entlang der Grenze zu Polen zu errichten, derzeit geprüft.

Backhaus hatte einen derartigen Schutzzaun Ende vergangenen Jahres noch kritisch gesehen. Dieser sei nicht so leicht aufzustellen. Nun schwenkte er um und sagte, dass grundsätzlich jede Maßnahme sinnvoll sei, um einen Eintrag der Seuche in den Nordosten zu verhindern. Wenn Wildschweine ASP erstmal verbreitet hätten, seien auch schnell Hausschwein-Bestände bedroht. Er als Minister stimme sich gerade mit den Landräten ab.

Bauernverbands-Präsident Detlef Kurreck hingegen sieht einen Zaun entlang der Grenze zu Polen kritisch. Dieser wäre vermutlich nicht wirksam. Allerdings wisse er auch nichts Besseres, so Kurreck laut NDR in der Ostsee-Zeitung.

Mehr als ​​​​​​​100 km Elektrozaun angeschafft

Mecklenburg-Vorpommern hat bereits mehr als 100 km Elektro-Zaun angeschafft, um einen möglichen Ausbruch eingrenzen zu können. Vor rund einem Jahr hatte das Land am Forsthof Bahlenhüschen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) einen ersten Probezaun gegen die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest errichtet. Mitarbeiter der Forstämter hatten dort geübt, im Falle des Ausbruchs der Seuche den Herd zügig zu umzäunen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Dänemark hat erst im Dezember einen rund 70 Kilometer langen festen Schutzzaun an der Grenze zu Schleswig-Holstein fertiggestelltDie Maßnahme ist in der Grenzregion umstritten.

Nach Angaben des Agrarministeriums von Ende Januar ist die Afrikanische Schweinepest mittlerweile bis auf 12 km an Sachsen, 20 km an Brandenburg und 120 km Luftlinie an Mecklenburg-Vorpommern herangerückt.

Mit Material von NDR, Ostsee-Zeitung, Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
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