Waldlandschaft-Harz-geräumt-Käferfläche
Heidrun Mitze | am

Borkenkäfer: Mit einem Käferexperten auf Harztour

Wie nach einem Flächenbrand überzieht ein unwirkliches Grau weite Teile des Harzes. Wir machen eine Reise durch das einst immergrüne Waldgebiet und erfahren Überraschendes über Borkenkäfer und andere Profiteure des Klimawandels.

Treffpunkt 7 Uhr, Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen. Auf dem Parkplatz vor dem Gebäude wartet Christof Hein. Als Waldschutzberater und Spezialist für Käfer ist er zusammen mit seinem Kollegen Dr. Rainer Hurling für zahllose Problemfälle im Land zuständig. Im morgendlichen Sonnenlicht erkenne ich hinter ihm die hölzerne Außenfassade des Forschungsgebäudes, das erst 2019 nach ökologischen Gesichtspunkten neu errichtet wurde. 6,6 Millionen Euro hatte allein das Land Niedersachsen hier investiert.

Auf Tour im Harz

Christof-Hein-NW-FVA

Wie so oft in den vergangenen vier Jahren bricht Christof Hein an diesem Morgen zu einem seiner Besuche in jene Waldgebiete auf, die stark vom Käferbefall betroffen sind. Sein Ziel ist der Hotspot Harz und ich werde ihn begleiten. Zwischen Osterode und Herzberg tauchen wir ein in das fichtenreiche Mittelgebirge, das sich bis weit auf sachsen-anhaltinisches Terrain erstreckt.

Harz ist schwer vom Borkenkäfer gezeichnet

Der Wald ist hier schwer gezeichnet. Wo ehemals dichte Nadelwälder die Landschaft – Sommer wie Winter – in ein sattes Grün tauchten, schimmert nun das Sonnenlicht bis zum Waldboden durch ein Meer aus grauen, dürren Zweigen und nadelfreien Baumgerippen. Nur vereinzelt leuchten grüne Fichten und manchmal auch lebende Baumgruppen daraus hervor. Dazwischen erstrecken sich große Kahlflächen – häufig von Brombeergebüsch überwuchert.

Borkenkäfer - Hoffnung für das nächste Jahr?

Eine solche Fläche soll unsere erste Station heute sein. Auf dem Weg dorthin treffen wir Carsten Bosse, der eine Revierförsterei im Niedersächsischen Forstamt Riefensbeek betreut und Christof Hein nutzt die Begegnung für einen kurzen Austausch. Es geht um die zweite Borkenkäfer-Generation. Derzeit seien unter den Rinden viele nur schlecht ausgebildete Brutbilder zu finden, haben die beiden Kollegen beobachtet – ein Hoffnungsschimmer: Sollte sich dieser Eindruck weiträumig bestätigen, könnte das Käferpotenzial für das kommende Jahr reduziert sein, weil dann weniger große Käfermengen in die Überwinterung gehen.

Lesen Sie im ausführlichen Artikel mehr darüber, wie die Chancen gegen den Borkenkäfer im nächsten Jahr stehen, was der Rüsselkäfer anrichtet und wie es mit dem Umbau zum Mischwald steht. 

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