Mischwald
Eva-Eliane Tammena, Oliver Gabriel | am

Deutscher Waldpreis

Das Forstportal forstpraxis.de vergibt zum dritten Mal den Deutschen Waldpreis. Neun Kandidaten aus ganz Deutschland stehen im Finale der Kategorien "Waldbesitzer/in", "Förster/in" sowie "Forstunternehmer/in des Jahres".

Die Corona- Pandemie zog mehr Menschen in den Wald als je zuvor. Mit dem Deutschen Waldpreis zeichnet forstpraxis.de diejenigen aus, welche sich in besonderer Art und Weise für die Forstbranche stark machen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner unterstützt den DEUTSCHEN Waldpreis: "Unseren Wäldern geht es nicht gut und deshalb ist dieser Waldpreis so wichtig. Mit dem DEUTSCHEN Waldpreis werden Menschen ausgezeichnet", die das Wohlergehen des Waldes stets im Blick haben und "sich ganz besonders für den Wald, für die Forstwirtschaft engagieren". Dieses Engagement wird dringend gebraucht.

Diese einzigartige Auszeichnung wird dieses Jahr durch den Sonderpreis "Nachhaltigkeit Wald 2020" ergänzt.

Wer die pro Kategorie mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung von Stihl, Claus Rodenberg Waldkontor GmbH, Binderholz und Unterreiner Forstgeräte GmbH mit nach Hause nehmen darf, bestimmt das Publikum per öffentlichem Online-Voting bis 30. Juni auf www.deutscher-waldpreis.de.

Zwei Niedersachsen nominiert

Forstunternehmer Jörg Nedden im Wald

Unter den Finalisten sind auch zwei Niedersachsen: In der Kategorie Förster/in des Jahres ist Eberhardt Guba aus Harpstedt im Finale. In der Kategorie Forstunternehmer/in des Jahres ist Jörg Nedden aus Waake dabei. 

Jörg Nedden hat im Nationalpark Harz schon drei Millionen Bäume gepflanzt. "Es ist schon erschreckend, wie hier innerhalb von zwei Jahren der Wald abgestorben ist", sagt er. Der Forstmann bleibt aber optimistisch, dass die Flächen mit den abgestorbenen Fichten-Monokulturen nicht verloren sind. In weniger als zehn Jahren werde dort wieder ein Wald wachsen – reicher an Laubholz, vielfältiger und widerstandskräftiger als zuvor. Seine Firma, die Forstprojektleitung Nedden GmbH, hilft bei diesem Wandel mit. Vor zwei Jahren nahm er einen ganz besonderen Auftrag an: den Neubau des 600 m langen Bohlenwegs zu den Leistenklippen im Nationalpark Harz. 

Eberhardt Guba aus Harpstedt unweit von Bremen betreut das 2.300 ha große Revier Harpstedt im Forstamt Ahlhorn Wald der Niedersächsichen Landesforsten (NLF). Dort sind über 40 Baumarten zu finden. Er baut dort seltene und klimaresiliente Mischbaumarten wie Flatterulme, Schwarznuss, Winterlinde, Esskastanie, Baumhasel und noch weitere an. Nicht nur der verantwortungsvolle Einsatz von wald- und bodenverträglicher Forsttechnik liegt dem 63-Jährigen am Herzen, auch die Entwicklung der Arbeitsverfahren, die dahinter stecken. Der Waldnaturschutz ist ein weiteres Steckenpferd von Guba. "Die Renaturierung von Fließgewässern, hier vor allem die Delme, und Moorflächen ist mir eine Herzensangelegenheit."

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