Wald in Südniedersachsen, Schäden durch Borkenkäfer
Christel Grommel | am

Drohnen gegen Borkenkäfer?

Wissenschaftler der Uni Göttingen, Hochschule Rottenburg und der Uni Freiburg haben ein System entwickelt, das einen extrem frühen Nachweis des Schädlings verspricht.

Gemeinsam mit Entwicklern der Firma CADmium im Forschungsverbund „PROTECTFOREST“ haben die Forscher eine Drohne mit einem empfindlichen Sensorapparat ausgestattet. Das Projekt wurde vom BMEL gefördert.

Für das Drohnenprojekt wurde ein Halbleiter-Gas-Sensor-Setup, eine sogenannte Electronic Nose entwickelt, um auch frühzeitigen Befall in Baumkronen rechtzeitig nachweisen zu können.

Früherkennung möglich

Laut der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ist der Borkenkäferbefall bei weithin sichtbaren Schadsymptomen in Fichtenkronen meist schon so weit fortgeschritten, dass eine weitere Ausbreitung fast nicht mehr aufzuhalten ist. Hier setzt das System an: Fichten sondern schon beim ersten Borkenkäferbefall mit dem Harzfluss auch flüchtige Stoffe ab. Werden diese im unmittelbaren Umfeld des Baumes gemessen, verrate dies die frühe Anwesenheit von Borkenkäfern. 

Die Drohne verringere den Zeit- und Kostenaufwand der Käferdetektion, zudem könne sie schwer zugängliche Flächen leichter kontrollieren. Mit den Sensordaten könne man im Internet Karten mit Käferbefall erstellen. 

Nach Einschätzung der Entwickler stehe die Drohne mit der Nase für Käfer kurz vor der Praxisreife.

Mit Material von AgE
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