Waldbrand

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Christel Grommel | am

Eine einzige Zigarettenkippe reicht und alles steht in Flammen

Es regnet zu wenig, alles ist trocken: Die Waldbrandgefahr ist derzeit hoch. Barbara Otte-Kinast ruft deshalb alle zur Vorsicht auf.

Waldbesucherinnen und Waldbesucher sollten vorsichtig sein, denn die Waldbrandgefahr ist aktuell hoch. Daher appelliert Forstministerin Barbara Otte-Kinast: „Die anhaltende Trockenheit erhöht das Risiko für Waldbrände. Bitte halten Sie unbedingt die Regeln ein. Denken Sie vor allen Dingen daran, dass die Zufahrtswege zu den Wäldern für Feuerwehrfahrzeuge freibleiben.“ Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gilt fast für das gesamte Landesgebiet die Warnstufe 3, Tendenz steigend - in der Ostheide sogar bis Stufe 5 (Lüchow). Im feuchten Vorjahr sah die Situation besser aus, 2021 gab es in Niedersachsen nur 93 Waldbrände auf einer Fläche von 4,6 Hektar.

Großteil der Brände sind menschengemacht

Insbesondere die trockene Vegetation des Vorjahres ist im Frühjahr leicht entzündlich. „Dann reicht die achtlos weggeworfene Zigarettenkippe und alles steht in Flammen“, sagte Otte-Kinast. Ein Großteil der Brandursachsen sei leider menschengemacht, das Aufklärungspotential ist enorm hoch. Deshalb fordert Niedersachsen auch bei der am Montag (16.5.) beginnenden Sonder-Agrarministerkonferenz eine bessere Kommunikationsinitiative vom Bund, damit der Waldspaziergang keine „brenzlige Angelegenheit“ wird. In Lüneburg ergreift das Ministerium konkrete Maßnahmen: Es werden neue mobile Transportbehälter zur Betankung von Löschfahrzeugen für die Waldbrandprävention in der Lüneburger Heide angeschafft. Außerdem wird das kameragestützte Waldbrandfrüherkennungssystem in Lüneburg ausgebaut und modernisiert.

Der Regen muss dringend kommen

Den Pflanzen auf den Ackern droht bereits eine Unterversorgung durch die Trockenheit. Niedersachsens Acker sind durchweg zu trocken. „Wenn jetzt nicht bald Regen in ergiebiger Menge kommt, wird es zu starken Ertragsminderungen kommen“, warnt der Vorsitzende des Ausschuss Pflanze im Landvolk Niedersachsen, Karl-Friedrich Meyer. „Die bisherigen Niederschläge haben allerorten für einen guten Start der Pflanzen gesorgt, waren aber zu wenig und sind nun aufgebraucht.“ In Regionen mit Feldberegnung, wie in der Lüneburger Heide, laufen seit 14 Tagen die ersten Beregnungsintervalle.

Mit Material von ML, LPD
Ackerboden Trockenheit

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