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Heidrun Mitze | am

Eschenbestände in Europa gefährdet

Ein parasitärer Pilz ist für das sogenannte Eschensterben verantwortlich. Dies setzt den Beständen der Eschen in Niedersachsen und in ganz Europa deutlich zu. Nun droht eine weitere Gefahr, der Eschenprachtkäfer. Er wandert aus Russland zu.

Ein parasitärer Pilz sorgt in Europa derzeit für ein massives Absterben von Eschen. Auch Deutschland sei davon bereits seit einigen Jahren betroffen, sagte Gerlinde Nachtigall vom Julius Kühn-Institut in Braunschweig, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.

Übertragung über die Luft

Bei dem Erreger, der die Bäume erkranken und schließlich sterben lässt, handelt es sich demnach um eine Nebenfrucht des sogenannten Falschen Weißen Stängelbecherchens. Das ist ein Pilz, der ursprünglich nur in Asien bekannt war.

Er überträgt sich unter anderem über die Luft und sei deshalb nicht zu bekämpfen, sind sich Forscher einig. Die Esche gehört wegen ihrer hohen Holzqualität zu den Edellaubhölzern.

Eschenprachtkäfer kommt aus Russland

In anderen Teilen Europas droht der Esche noch von einer anderen Seite Gefahr. Den Eschenprachtkäfer fürchteten die Forstleute und Forstwissenschaftler enorm, sagte Nachtigall. Er bahne sich derzeit seinen Weg über Russland nach Europa. Bislang sei der Käfer in Deutschland aber noch nicht aufgetaucht.

Mit Material von dpa
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