Gerodetes Holz beim Verladen auf Güterwaggons im Schienengüterverkehr.
Ellen Hartmann | am

Holzknappheit: Wenn Baustoffe immer teurer werden

Wer derzeit bauen möchte, muss sich mit rasant steigenden Preisen für Holz, Stahl und Dämmmaterial auseinandersetzen. Unter anderem sind Preise für Konstruktionsvollholz im Vergleich zum Vorjahresmonat um ganze 83 Prozent gestiegen. Woran liegt das?

Baumaterialien wir Holz, Stahl oder Dämmmaterialien hätten sich gerade im Mai stark verteuert, heißt es vom Statistischen Bundesamt. Gerade die Preise für Konstruktionsvollholz seien im Vergleich zum Vorjahresmonat um ganze 83 Prozent gestiegen. Bei Dachlatten sind es 45,7 Prozent und bei Bauholz rund 38,5 Prozent. 

Was sind die Gründe?

Dass die Preise für Holz weltweit stark steigen, liegt vor allem an der großen Nachfrage aus China und den USA. Die Baustoffe werden momentan knapp, weil sich der Weltmarkt von der Corona-Pandemie erholt und vielerorts die Produktionen wieder anlaufen. Zudem treibt teures Material die Baukosten hoch und übt zunehmend Druck auf die eh schon angespannten Immobilienmärkte aus. Daher verweisen viele Branchenverbände derzeit auf höhere Kosten, längere Bauzeiten und Verzögerungen beim Bau. "Unternehmen müssen bei vollen Auftragsbüchern Kurzarbeit anmelden, weil sie kein Material haben", kritisierte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, die Folgen der Rohstoffknappheit. 

Branche rechnet mit weiter steigenden Preisen

Experten der Unternehmensberatung EY Parthenon gehen jetzt davon aus, dass die Knappheit der Baumaterialien die Baupreise weiter antreiben wird. Grund dafür seien vor allem Kapazitätsengpässe in der Branche sowie politische Vorgaben wie beispielsweise die Barrierefreiheit oder Wärmedämmung. "Wir rechnen auch in den nächsten Jahren mit überdurchschnittlichen Preissteigerungen im Baugewerbe", heißt es Axel Schäfer, Baufachexperte bei EY Parthenon. Doch nicht nur das Holz ist knapp, auch bei Metallen sind die Preise stark gestiegen. 

on_Fichtenrundholz_Holzpolter_Stirnholz.jpg

Auch Stahl und Dämmmaterial wird immer teurer

So verteuerten sich Halbzeug aus Kupfer und Kupferlegierungen, die im Heizungsbau oder in der Elektroinstallation eingesetzt werden, um mehr als ein Drittel (37,7 Prozent). Auch Betonstahl in Stäben war im Mai rund 44,3 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, genau wie Betonstahlmatten (plus 30,4 Prozent), so das Statistische Bundesamt. Auf Baustellen wirken sich jedoch auch die hohen Ölpreise aus. So kostete Bitumen auf Erdölbasis rund 64 Prozent mehr, als noch im Mai 2020. Bitumen wird für die Abdichtung von Dächern, Gebäuden oder Fundamenten genutzt. Dämmplatten aus Kunststoff wie Polystyrol kosteten rund 20 Prozent mehr. 

Mit Material von dpa

Inhalte der Ausgabe

  • Die Zuckerrübenernte ist gestartet!
  • Vorstellung der Waldstrategie 2050
  • Kartoffelfeldtag in Dorstadt: Anbauverfahren und Pflanztechnik
  • Digitalisierung im Kuhstall

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen
Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Die Zuckerrübenernte ist gestartet!
  • Vorstellung der Waldstrategie 2050
  • Kartoffelfeldtag in Dorstadt: Anbauverfahren und Pflanztechnik
  • Digitalisierung im Kuhstall

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen