Jäger mit Flinte
Charlotte Meyer | am

Jäger kritisieren Verzögerungen beim Jagdschein

Die Überarbeitung des Waffenrechts bringt viele Änderungen mit sich. Diese werden von der Jägerschaft stark kritisiert.

 Die Jäger in Niedersachsen beklagen Verzögerungen beim Ausstellen und Verlängern von Jagdscheinen wegen des verschärften Waffenrechts. Das sei „mehr als ärgerlich“, teilte die Landesjägerschaft vergangene Woche mit. Es sei weder nachvollziehbar noch akzeptabel, wenn die Jagdschein-Antragssteller „aufgrund einer bürokratischen Fehlplanung nicht rechtzeitig ihren Jagdschein erhalten». Die Landkreise Celle und Lüneburg hatten zuvor gewarnt, Jagdscheine könnten derzeit wegen der Verschärfung des Waffenrechts nicht ausgestellt oder verlängert werden.

Der Hintergrund: Mit der Neuregelung des Waffenrechts müssen die Behörden immer erst beim Verfassungsschutz nachfragen, bevor sie Waffenerlaubnisse vergeben. Das betrifft auch das Jagdgesetz. Nach Angaben des Landkreises Celle sind alle Waffenbehörden angewiesen, Anträge auf waffenrechtliche Erlaubnisse zurückzustellen, bis ein Verfahren zur Einholung der Auskunft des Verfassungsschutzes abgestimmt ist.

Nach Einschätzung der Landesjägerschaft hätte der Gesetzgeber dies anders lösen müssen - etwa per Übergangsvorschrift. „Uns ist seitens des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums signalisiert worden, dass man mit Hochdruck an einem Verfahren arbeitet, das es ermöglichen soll, den Antragsstellern zumindest rechtzeitig zum 1. April 2020 - dem Beginn des neuen Jagdjahres - den Jagdschein zu erteilen. Wir erwarten, dass dies auch so umgesetzt wird“, sagte der Sprecher.

Details zu den Änderungen des Waffenrechts finden Sie in einem Frage-und-Antwort-Papier des Deutschen Jagdverbands DJV und des Forums Waffenrecht e.V. (FWR).

Mit Material von dpa, DJV, FWR
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