Bundesweit nimmt die illegale Müllentsorgung in Wäldern zu
Anne-Maria Revermann | am

Müll im Wald: Illegale Abfallentsorgung nimmt auch in Niedersachsen zu

Reifen, Gartenabfälle, Sperrmüll, Bauschutt - bundesweit nimmt die illegale Entsorgung von Müll in Wäldern zu. Wer Abfälle im Wald entsorgt, muss mit Bußgeldern rechnen.

Nicht nur Niedersachsens Wälder sind betroffen von illegalen Müllentsorgungen. Bundesweit mehren sich die Verstöße enorm. Dabei gibt es nichts, was nicht im Wald landet: Bauschutt, Gartenabfälle, Plastik- und Sperrmüll sind immer häufiger zu finden.

Besonders klein scheint das Unrechtsbewusstsein beim Entsorgen von Gartenabfälle zu sein, da diese vermeintlich rach verrotten würden. Gartenabfälle stören jedoch massiv die empfindliche Lebensgemeinschaft des Waldes. Wo sie entsorgt werden, wachsen nach kurzer Zeit oft nur noch Brennesseln ein sicheres Zeichen für eine Nährstoffanreicherung und Stickstoff im Boden.

Außerdem enthalten Gartenabfälle oft Samen konkurrenzstarker, nicht heimischer Pflanzen, die die einheimischen verdrängen. Daher müssen Gartenabfälle auf dem Kompost oder in der entsprechenden Tonne für Grünabfälle landen.

Wer Abfall im Wald entsorgt, begeht Gesetzesverstoß

Wer Abfälle im Wald entsorgt, verstößt gegen geltende Gesetze, begeht eine Ordnungswidrigkeitund muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Höhe der Busßgelder wird von den Bundesländern festgesetzt. Oft verletzen sich Waldtiere am Müll.

 

 

Dabei ist kaum jemandem bewusst, wie lange Müll im Wald liegt.

  • Getränkedose: 500 Jahre
  • Windeln: 450 Jahre
  • beschichtetes Bonbonpapier: 80 Jahre
  • Plastiktüte: 20 Jahre
  • Zigarettenkippe: 10 Jahre
  • Bananenschale: 3 Jahre
  • Kerngehäuse eines Apfels: 2 Monate.
Mit Material von Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e. V.
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