Baumkronen aus der Froschperspektive
Janina Schuster | am

"Neun Forderungen" von Waldeigentümern an die Politik

Der Bundesverband der Waldbesitzer hat Forderungen an die künftige Bundesregierung adressiert. Mit dem Klimawandel wachsen die Herausforderungen an Waldbesitzer.

„Die fast zwei Millionen Waldeigentümer sind eine starke Stimme aus der Mitte der Gesellschaft“, sagte Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer. Mit dem Wald verfügten sie über eine zentrale gesellschaftliche Ressource, den sie mit ihrer Bewirtschaftung pflegen und erhalten. Um das auch zukünftig tun zu können, hat der Verband neun Forderungen an die Politik formuliert und richtet sich mit diesen an die künftige Bundesregierung.

Leistungen erhalten und Besitzer motivieren

Die Forderung bezieht sich auf die Gefährdung des Generationenvertrages in der Forstwirtschaft. Dieser sei angesichts des Klimawandels aktuell in Gefahr. Es müsse Sorge dafür getragen werden, dass wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschaffen würden, die es Waldbesitzern erlaube diese wichtige Landnutzungsform zu erhalten.

Holzverwendung fördern

Der Verband fordert die Steigerung der Holzverwendung im Bausektor. Um auch weiterhin Generationen mit ausreichend heimischem Holz zu versorgen, müsse die Waldbewirtschaftung mit einer breiten, standortgerechten Baumartenwahl abgesichert werden. Dabei sollen auch nichtheimische Laub- und Nadelbaumarten einbezogen werden.

Ökosystemleistung des Waldes honorieren und Instrumente zur Krisenbewältigung schaffen

Der Wald leistet einen großen Beitrag zum Klimaschutz: er ist Sauerstoffproduzent, Holzlieferant, Erholungsort und Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Das müsse auch in Zukunft erhalten bleiben. Es wird außerdem gefordert, das Forstschäden-Ausgleichsgesetz zu reformieren. Weiterhin sollen ein umfassender Notfallplan für Katastrophen im Wald ausgearbeitet und Waldschadenversicherungen gefördert werden. Das Gesetz bestehe seit 1969 und sei nicht mehr zeitgemäß, so der Verband. Die Einrichtung eines notifizierten Katastrophenfonds unterstütze Waldbesitzer dabei, die Hilfen schnell auf die Fläche zu bekommen.  

Stärkung des Kleinprivatwaldes

Damit auch kleine Privatwälder ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können, fordert der Verband forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse zu fördern und zu professionalisieren. Kleine, zersplitterte Waldstücke seien schwieriger zu bewirtschaften. Die Zusammenschlüsse können hier wichtige Unterstützung bieten.

Weitere Forderungen des Papiers sind eine EU-Rahmenstrategie für den Wald, sowie die Stärkung der Digitalisierung im ländlichen Raum.

Mit Material von AGDW
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