Harvester im Wald
Heidrun Mitze | am

Personalnotstand im Forst

„Mindestens einen zusätzlichen Forstbeschäftigten auf tausend Hektar Wald!“, so lautet eine Forderung der Forstgewerkschaft IG Bau. Seit Jahren beklagen Gewerkschaften einen systematischen Stellenabbau in der Forstbranche.

Die entstandene katastrophale Waldsituation zeigt nicht nur deutlich die Auswirkungen des Klimawandels, sondern fördert auch einen eklatanten Mangel an Arbeitskräften zutage. Nun räche sich der systematische Stellenabbau der vergangenen Jahre, findet die Forstgewerkschaft IG Bau.

Es gäbe kaum noch ausreichend Forstbeschäftigte, die die vielen Schäden fachmännisch beheben könnten. Angesichts der großen Waldschäden sei für die Entnahme der Schadbäume und eine nachhaltige Aufforstung der kahlen Flächen deutlich mehr Personal notwendig, so die IG-Bau.

Deutlich spürbar ist der Personalmangel in der fachlichen Beratung und Betreuung, wie häufig aus den Förstereien zu hören ist. Försterinnen und Förster sind hohen Dauerbelastungen ausgesetzt, weil Dürre und Schädlinge im dritten Extremwetterjahr in Folge die Wälder schädigen. Bei den Experten häufen sich die Einzelanfragen besorgter Waldbesitzender, denn der anspruchsvolle, zukunftsfähige Waldbau kann nicht ohne fachliche Anleitung auskommen.

Umfrage zur Arbeitsbelastung

Laut IG Bau ist jedoch noch nicht erfasst worden, wie die Veränderungen die Arbeitsbelastung der Forstbeschäftigten beeinflussen. Deshalb hat die Gewerkschaft eine Umfrage unter Forstbeschäftigten gestartet und ruft zur Teilnahme auf. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, mögliche Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

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