Buche mit Rindenwunde

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Heidrun Mitze | am

Aus der Rinde von Bäumen lesen

Wachstum, Entfaltung, Notlagen und Katastrophen – Bäume durchleben die verschiedensten Phasen. Die Rinde erzählt ihre Geschichte.

Rinde ist bei den Bäumen, was beim Menschen die Haut ist: Ein Schutz des Körpers zur Außenwelt. Äußere Verletzungen können die Rinde beschädigen wie unsere Haut. Während diese durch Bildung von Narbengewebe ausheilt, versucht der Baum Verletzungen mit neuer Rinde zu überwallen und zu verschließen. So lässt sich aus der Rinde vieles aus der Geschichte eines Baumes ablesen.

Bäume an Rindenbildern erkennen

Baumarten kann man meist an arttypischen Rindenbildern erkennen: Alteichen haben typischerweise eine dicke, rissige Borke. Buchen dagegen tragen bis ins hohe Alter eine glatte und dünne Rinde, die von grün bis schwarz, meist aber silbergrau leuchtet.

Verletzungen an der Rinde beziehungsweise am Stamm schreiben sich in das Geschichtsbuch des Baumes ein. Sie bleiben oft sehr lange sichtbar. Auch bei erfolgreicher Überwallung ist oft noch jahrzehntelang ablesbar, wenn zum Beispiel bei Fällungsarbeiten ein Ast oder Stamm an der Rinde entlanggeratscht ist oder beim Rücken von anderen Stämmen ein Baum am Stammfuß verletzt wurde.

"Chinesenbärte" als Jahreszahlen

Auch ehemalige überwallte Äste sind jahrzehntelang an der Rinde sichtbar. Bei der Buche ist die Rinde nach einem Astverlust schnurrbartförmig gequetscht – wie das dünne Bärtchen eines Chinesen. Durch das weitere Wachstum des Baumes wird dieser anfangs sehr steile "Chinesenbart" immer flacher, bis er im Alter nur noch als schmales Band erkennbar ist. So kann ein geübtes Auge die Überwallungstiefe einschätzen: Je flacher der Bart, desto tiefer im Holz sitzt der ehemalige Ast.

Holz sorgfältig rücken

Holz sollte grundsätzlich sorgfältig und möglichst sauber aus dem Bestand gerückt werden. Zum einen können so Verletzung an anderen Bäumen verhindert werden, zum anderen ermöglicht das eine Holzqualitätseinschätzung anhand der Rinde. Gleiches gilt für saubere Schnittflächen, damit Jahrringaufbau und Farbe begutachtet werden können.

Den vollständigen Artikel von Dieter Scholz lesen Sie in der LAND & FORST in Ausgabe 13/2020.

 

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