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Carsten Brüggemann | am

Scheitholz bereiten: Diese Spaltgeräte eignen sich

Das Sägen und Spalten von Feuerholz hat einen sehr günstigen Nebeneffekt: Der Brennstoff trocknet viel schneller und seine Qualität steigt – denn nur trockenes Holz kann effizient verbrennen. Wir stellen die Spaltgerätetypen vor.

Holzheizer wissen das Angebot an Spaltern und Säge-Spalt-Kombigeräten zu schätzen, denn diese Maschinen helfen, eigene Kräfte zu sparen, besonders wenn größere Scheitholzmengen benötigt werden. Die meisten Spaltgeräte arbeiten mit einem Spaltkeil, der – hydraulisch betrieben – waagerecht oder senkrecht ins Holz getrieben wird. In manchen Geräten wird der Stamm gegen eine feststehende Klinge gedrückt und so gespalten.

Neue Sicherheitsnorm

Im Jahr 2017 wurde eine neue Sicherheitsnorm, DIN EN 609-1, für Spalter eingeführt. Sie soll die Verletzungsgefahren für die Anwender mindern. Die Norm ist für die Hersteller nicht bindend, macht die Maschinen aber sicherer und ist im Schadensfall juristisch relevant. Insofern sind die Hersteller bemüht, ihre Produkte dahingehend anzupassen.

Vier Kategorien von Spaltgeräten

Die Norm unterteilt die Spaltgeräte in:

  1. Kurzholzspalter
  2. Langholzspalter
  3. Stehendspalter (arbeiten senkrecht)
  4. Liegendspalter (arbeiten waagerecht)

Kurzholzspalter und Langholzspalter

1. Kurzholzspalter sind Geräte mit einem maximalen Spalthub von 550 mm, darüber hinaus gelten sie als Langholzspalter. Bei Kurzholzspaltern sind 6 bis 8 Tonnen (t) Spaltdruck meistens ausreichend. Muss viel Holz mit Astansätzen gespalten werden, sind Drücke von 10 bis 11 t vorteilhaft. Für stehende Geräte sind kraftaufwändige Mehrfachspaltkreuze zukünftig nicht mehr zulässig.

2. Langholzspalter werden für maximale Holzlängen von bis zu 1,25 m und für Stammdurchmesser von bis zu 45 cm, in Einzelfällen auch darüber, angeboten. Hier sind Drücke von über 15 t zu empfehlen; es werden auch Geräte mit 30 bis zu 55 t angeboten.

Sowohl Kurz- als auch Langholzspalter gibt es in der senkrechten wie auch in der waagerechten Ausführung.

Stehendspalter

3. Stehendspalter: Bei senkrecht arbeitenden Geräten wird der Stamm immer von oben gespalten. Der Spaltkeil (Messer) befindet sich direkt auf oder am Hubkolben. Dabei muss, gemäß der neuen Norm, das Spaltmesser vom Bediener zum Gerät hin schräg ansteigen. Kurzholzspalter arbeiten mit festen, erhöhten Spalttischen, die nach der Norm durch Ablagetische links und rechts ergänzt werden.

Bei Langholzspaltern steht der Stamm 5 bis 10 cm über dem Boden auf einer Bodenplatte, die gemäß der neuen Norm aufgrund der Stolpergefahr keine rechtwinkligen Kanten aufweisen darf, sondern seitlich angeschrägt sein muss. Normgerecht konzipierte Spalter haben zudem seitliche Bügel, die einseitig auch zum Anheben des Holzes dienen, und das unkontrollierte Umfallen von Stämmen oder gespaltenen Scheiten verhindern.

Liegendspalter

4. Liegendspalter: Waagerecht arbeitende Geräte verfügen über Spalttische, die meist etwa 80 bis 90 cm über dem Boden angebracht sind. Zu spaltendes Holz wird bei Kleinspaltern von Hand, bei größeren Maschinen per Frontlader, mit Hilfe einer Winde oder einer hydraulischen Hubeinrichtung auf den Tisch gelegt. Soll vorwiegend stärkeres Holz verarbeitet werden, sind Hubeinrichtungen zu empfehlen. Nach der Norm sind sie ab 8 t Spaltkraft vorgeschrieben. So können in Verbindung mit vorhandenen Winden auch größere Stämme ohne weitere Hilfseinrichtungen zugeführt werden. Normgemäß sollen Schutzgitter und Mindestabstände zum Spaltbereich die Verletzungsgefahren, auch für Hilfspersonen, ausschließen.

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